-198- Laura die Aus- und Ein-Brecherin

12. August 2010

Unsere Laura wollte unbedingt nachts einen Besuch beim Frauchen vom Timmy machen, das zeitweise über uns schläft. Normalerweise klappt das ja ganz gut und sie darf oben mit hinein. Nur diesmal war kein Timmy-Frauchen da und so hat sie sich beim Hochklettern auf den Übergang selbst ausgesperrt. Was macht sie? Sie bricht das obere Gartentürchen auf, indem sie ein Absperrseil durchbeißt, und sie steht auf der Straße. Zum Glück hat sie uns als Familie auserkoren und sie will ja garnicht weg. Und jetzt  geht es über unsere Garten-Tür her. Das Rudel kann es nicht begreifen! Daß jemand aus dem Garten ausbrechen will … schön und gut! Aber einbrechen???? Naja . . . .

Zunächst einmal dürfen wir uns vorstellen . . .

04. April 2009

Wir sind die Familie Inge und Peter Wunderlich und wir haben seit Januar 2004 eine Tierpension im Pfaffental in Altdorf/Nürnberg.
Inzwischen lautet unser Motto: Ein Leben ohne Tiere ist zwar denkbar, aber sinnlos. (Frei nach LORIOT, der spricht von Möpsen).
Eigentlich sollte alles auf kleinster Ebene laufen, um vielleicht einmal auf den Schnauzer der alten Oma aufzupassen, wenn sie ins Krankenhaus muß. Aber dann wurden wir von dem üblichen bösen Nachbarn angezeigt, mußten einen Kurs absolvieren und ein Gewerbe anmelden. Einen bissigen Kommentar möchte ich mir dazu verkneifen. Aber immerhin sind wir jetzt staatlich geprüft und wissen, wo beim Hund vorn und wo hinten ist. Also wenn schon, denn schon.
Sie finden uns unter http://www.tierpension-wunderlich.de
Wir wollen hier in Tagebuchform unsere Erlebnisse mit Tieren festhalten. An eine chronologische Reihenfolge ist dabei nicht gedacht, d. h. wir schreiben alles nieder, woran wir uns so erinnern können, wobei ich mir erlaube, auch einmal zu anderen Themen abzuschweifen.
Die Tiere sollen bei uns einen erholsamen Urlaub verbringen und sich einfach wohlfühlen, was von gewissen Leuten offensichtlich falsch verstanden wird. Entschuldigung, ich bin wütend, nachdem ich in “Quer” gesehen habe, wie man einem FreiDenker wie mir bei Schweinfurt verbietet, seine Wäsche mit Regenwasser zu waschen. Aber Holla! In meiner Jugend gab es in Würzburg WaschSchiffe, die von den Bürgerinnen mit MainWasser eifrig genutzt wurden. Würzburg hat das o.a. Schweinfurter Verbot aufgehoben, Regensburg hat es wieder aktiviert. Jetzt geht es auf nach Berlin!
Versteht man jetzt, was ich mit behördlichem PsychoTerror meine? Ich muß zur EhrenRettung der Beamten sagen, daß sie überfordert sind und die ganze Problematik physikalisch nicht verstehen. Sie dürfen gerne meine Erfahrung als AfrikaSpezialist anzapfen. Ich werde die Zeit opfern und einen einschlägigen Artikel darüber veröffentlichen. Vorab siehe #174

Entschuldigung. Jetzt aber zurück zu Obengesagtem:
Deshalb kommen Käfige oder Zwinger für uns nicht in Frage. Es sei denn es handelt sich um gewisse Nagetiere. Leider kommt es schon hin und wieder vor, daß ein halbstarker Rüde glaubt, er sei der Pascha. Und ich muß mich dazwischenwerfen. Meistens bin ich dann das dumme Opfer, vor allem, wenn es um Eifersüchteleien wegen mir geht. Es ist ja schmeichelhaft, von allen geliebt zu werden, aber auch sehr anstrengend.
Die Tiere dürfen sich zwar einiges erlauben, aber stubenrein sollten sie schon sein. Leider sind sie das halt nicht immer.
Schlimm an der ganzen Geschichte ist auch der ständige Trennungsschmerz hinterher. Besonders dann, wenn es sich um ein verliebtes Hunde-Mädchen handelt.

Wie hat man mich in Äthiopien gelehrt: “Gott hat das Tier vor dem Mensch erschaffen, also hat das Tier mehr Rechte auf der Erde als der Mensch“. Wenn man hier auch so denken würde, gäbe es mehr Frieden und Toleranz unter den Lebewesen und weniger Tierquälereien.

Wenn Ihnen etwas gefällt, dann sagen Sie es weiter, wenn nicht, dann schreiben Sie es mir ;-) !    Am Besten unter unserer eMail - Adresse:  tierpension.wunderlich@gmx.de

Der Bote: Hundepension hat Ärger mit Kontroll-Behörde

22. Januar 2010

Am 08.01.2010 erschien in der Zeitung “Der Bote” folgender Artikel über uns:

http://www.der-bote.de/artikel.asp?art=1152049&kat=18&man=11


Und jetzt kommen die einzelnen Beiträge (der letzte zuerst) . . . . . . . . .

-200- Blacky, der wilde Spanier

20. August 2010

Wenn man die Haustür nach innen öffnen will, und der Blacky steht außerhalb, dann muß man schon aufpassen, daß er die Tür nicht auftritt, weil es ihm zu langsam geht. Dann knallt die Tür gegen die Wand und das ganze Haus schreckt hoch. Andererseits, wenn die Tür nach innen aufgeht, wird es schon schwieriger. Dann wird eine abgewinkelte Pfote dazu benutzt, die Tür nach innen aufzureißen. Wehe, man hat dann seine Nase dazwischen! Da kennt er nichts! Es muß eben alles hektisch verlaufen. Die ernste Warnung, daß wir ihn wieder nach  Spanien zurückverfrachten, nützt bei ihm nichts, aber garnichts. Er ist jetzt hier daheim und damit basta.

-199- Adè Herrchen, . . . . und gute Fahrt

12. August 2010

Unlängst sollte eine Hundedame abgeholt werden. Die hat sich aber schnell in die Tür neben meine Frau gestellt und so haben beide interessiert zugeschaut, wie das Herrchen allein zum Auto marschiert ist. Damit war für die Hundedame eigentlich der Vorgang beendet. Daß sie auch mit wegfahren hätte sollen, war ihr eigentlich nicht so recht klar.
Das sind immer die kleinen HighLights, die einen stolz machen, aber auch traurig stimmen. Noch schlimmer ist es mit unserer Laura, die wir vermitteln sollen und die, bis auf wenige Ausnahmen, nach den Leuten schnappt, die sie mitnehmen wollen. Kann denn kein Leser eine Patenschaft übernehmen und sie bleibt in Gottes Namen bei uns? Sie ist übrigens einer der beiden Hunde, die Weihnachten bei uns verbracht haben (Sie erinnern sich?) und seitdem ununterbrochen bei uns lebt, auch wenn ich nun einen Prozess wegen unerlaubten Betreibens einer Tierpension seitdem am Hals habe.

18. April 2010

-197- Timmy, unser Mannequin

30. März 2010

Heute hat das Frauchen ihren Timmy zum Haarschneiden abgeholt. Dort mußten ihn zwei Mann festhalten, sonst wäre vor lauter Gezappele nichts dabei herausgekommen. Einmal schien es so, als bräuchte er Auslauf für sein G´schäftele. Aber nein, der Timmy war der Meinung, an diesem fremden Ort könne er unmöglich sein G´schäftele machen. Also hat er ausgehalten, bis er wieder daheim war.
Aber das ganze “Schönen” mit Waschen, Föhnen, Schneiden usw. hatte für seine Freunde nur einen Effekt: Der neue Hund war keineswegs der Timmy! Riechen von allen Seiten hat dies den HundNasen bestätigt!
Bis der Blacky auf die geniale Idee kam, einmal direkt am Schnippselchen von Timmy zu riechen.

Heureka! Jetzt war der Timmy plötzlich auch für die anderen, die das beobachtet haben wieder da.

Was an der heiligsten Stelle wie Timmy riecht, da muß auch Timmy drin sein!

-196- Annie get Your gun

19. Februar 2010

Unsere Annie, ein süßes kleines Mädchen hat uns wieder einmal beehrt, weil seine Leute Urlaub in der Türkei machen. Wir hatten erst Bedenken, wie sie sich mit großen Hunden verträgt, aber  sie hat es sehr schnell verstanden, sich durchzusetzen. Inzwischen haben es sich die großen Hunde schon angewöhnt, ihr beim Öffnen der Haustür den Vortritt zu lassen. Und im Garten wetzt sie herum und ist die Schnellste von allen. Sie hat nur einen Nachteil: wenn sie sich nachts alleingelassen fühlt, schreit sie ganz schön herum. Deshalb darf sie jetzt nachts bei mir im Bett schlafen. Den aktenkundigen Vorwurf der Frau (na Sie wissen schon), wir hätten keine artgerechte TierHaltung werden wir wohl überleben.

-195- Was soll aus diesem meinem Land nur werden?

08. Januar 2010

Meine Frau als Betreiberin unserer TierPension hat sich monatelang von einer Frau Spengler-Wieber vom LandratsAmt Lauf, oh Verzeihung, Frau DOKTOR Spengler-Wieber, so gemaßregelt gefühlt, daß ihr HerzRhythmus einfach schlapp gemacht hat. Wegen der NotAufnahme im KrankenHaus habe ich alle Hunde bis auf zwei zurückgegeben. Die beiden waren ihrerseits NotFälle, weil ihre Frauchen bereits im KrankenHaus waren. Hätte ich die beiden auf die Straße werfen sollen? Wissen Sie eigentlich, wie es ist, wenn man mit jemanden seit 50 Jahren verheiratet ist und erstmalig den Hl.Abend allein verbringen muß? Zitat Frau DOKTOR Spengler-Wieber. Das interessiert mich nicht! Ausgerechnet vor Hl.Abend erscheint besagte Dame und stellt fest, daß ich ja garnicht berechtigt sei, eine TierPension zu führen. Natürlich stellt sie das in einem amtlichen Schreiben fest. Zu den FestTagen wurde meine Frau dann doch unter VorBehalt entlassen. Ich habe der Dame dies sofort mitgeteilt. Der eiskalte, unmenschliche und wahrlich nicht christliche Kommentar dazu war:

“Ich habe das zur Kenntnis genommen”.

Dennoch hat uns die Dame eine Rechnung von über 500 EUR (i.W. fünfhundert) geschickt!

Andererseits bekomme ich aus ganz Deutschland immer wieder die Frage (auch von meinen Kunden und echten Akademikern) zu hören, wie es meiner Frau geht.
Ich darf mir also schärfstens dieses mehr als beleidigende Benehmen dieser Dame verbitten!!!
Wenn die Dame etwas gegen mich hat, dann beruht das auf GegenSeitigkeit, aber sie soll doch bitteschön keine  BlutRache gegen meine Frau ins Spiel bringen. Immerhin scheint sie ihr ja die ExistenzGrundlage entziehen zu wollen!!!
Der DoktorTitel sollte eigentlich auf eine gewisse sittliche Reife schließen lassen. Wem immer ich diese Story erzähle, ist erschüttert und empört und meint, von Beamten müsse man sich das eben gefallen lassen! Die sitzen am längeren Hebel . . . .
Sind wir wirklich schon so weit??
Bereits vor 45 Jahren hat die Philosophin Hannah Arendt das Nötige gesagt:

“Die Entwicklung anonymer Bürokratien führt zu bedrohlicheren Herrschaftsformen als die empörendste Willkür von Tyranneien in der Vergangenheit”.

Übrigens: Daß es lt. Frau Doktor auf der Welt keine TötungsStationen für herrenlose Hunde usw. gibt, wußten Sie doch schon, oder etwa nicht? Jedenfalls outet sich Frau Doktor so in der Presse. Sie muß es ja wissen! Und beleidigt damit alle TierhilfeOrgansationen und alle FernsehReporter, die darüber schon berichtet haben. Was ist mit dieser Frau bloß los?
Unser Hr. Pfarrer hat mir empfohlen, für die Dame ein VaterUnser zu beten.
Das hat sie allen Ernstes folgendermaßen kommentiert:

“Wie schön, dann komme ich ja noch früher in den Himmel!”

Es soll sich aber der eine oder die andere auch schon getäuscht haben . . . .


Wie Sie alle wissen hat Jesus am Kreuz gesagt:

“Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!”

Hier sollte es besser heißen:

“Herr laß sie erst einmal wissen, was sie eigentlich tut!”


-194- in memoriam Jason

05. Januar 2010

Leider ist es so gekommen, wie es hat kommen müssen:

Jason ist im HundeHimmel !!!

Sein Brechen war nicht mehr zu stoppen. Grund: Magentumor. So haben seine Herrchen und wir uns entschlossen, ihn einschläfern zu lassen. Es ist eine hohe VerAntwortung, aber auch ein großer Segen, wenn man einem lieben MitLebewesen endlose Leiden ersparen kann. Ich habe darauf bestanden, daß sich Jason noch einmal bei uns so richtig austoben darf. Ich komme mir zwar wie ein CharakterSchwein vor, aber Jason ist völlig gelöst und ohne eine Spur von TodesAngst zum TierArzt gegangen, wo er eingeschläfert wurde. Anschließend habe ich mich nach KlingonenArt so richtig vollgesoffen und zum Himmel gebrüllt, um die da oben zu warnen, daß da ein J a s o n kommt. . . .Meine Frau mußte mich anschließend ins Bett schleifen . . .

J a s o n ! . . wir sehen uns !!


-193- Die “Cameraden”

05. Januar 2010

Daß ich im weitesten Sinn kein Rassist bin, ist wohl inzwischen jedem klar. Daß das auch Tiere betrifft, ist meine Sache. Jedenfalls habe ich mich schon so daran gewöhnt, mit einem Tier im Arm zu schlafen, daß ich “ohne” inzwischen SchlafProbleme habe. Allerdings sollte dann wenigstens die Richtung stimmen! Der HundeHintern an meinem Kopf wäre nicht das Gelbe vom Ei. Besonders dann nicht, wenn der Hund VerdauungsProbleme hat!

Eine gewisse Anzahl von Tieren im Bett ist erträglich, aber wenn es eng wird, muß man schon nach einem Trick greifen. Ich stehe dann auf, lasse die Tiere in den Garten und wenn sie wieder drin sind, schaue ich, daß ich einen guten Platz im Bett erwische. Das setzt jedoch eine gewisse sportliche Fitness voraus!

Wer sich jetzt ekelt, dem sei gesagt: Er weiß ja garnicht, wie schön es ist, wenn man von einer HundeSchnauze die Träume ins Ohr geflüstert bekommt! Und deswegen tut er mir eigentlich schon wieder etwas leid!


-192- Und wieder die Sittenpolizei

05. Dezember 2009

Im Moment haben wir merkwürdigerweise wieder eine Lucia bei uns, die sich wie die Lucia vom Kurti benimmt. D.h. sie spielt “SittenPolizei” voller Überzeugung. Wehe, wenn sich ein Hund nicht so benimmt, wie es sich die “SittenPolizei” oder der GesetzGeber vorstellen! Kommt Ihnen so jemand bekannt vor? Mir schon! Offensichtlich steckt so etwas in den Genen und hat nichts mit Tier oder Mensch zu tun. Und damit ist logisch bewiesen, daß erzieherische Maßnahmen bei solchen Leuten . . .  bis hin zur Folter einfach sinnlos wären und man sich nur die Finger für nichts und wieder nichts schmutzig machen würde.

-191- Der glückliche Jason

01. Dezember 2009

Wenn der Jason am Anfang der Woche in aller Frühe von seinem Frauchen gebracht wird, liegen wir noch in den Federn. Für den Jason ein willkommener Anlaß, uns alle mit lautstarkem TrompetenGeheul (wo hat er das nur gelernt?) wachzurütteln. Und dann müssen die anderen Hunde Körper an Körper mit ihm durch den Garten toben. Freut er sich über die anderen Hunde, oder daß er wieder bei uns sein darf, oder daß wir ihn vor kurzem “repariert” haben (s. -188-) ?
Egal! __ wir freuen uns einfach alle, und das ist die HauptSache. Und dann gönne ich ihm als alter Lateiner auch, daß er mit “Tschejsn” angesprochen wird! Auch wenn es mir den Magen umdreht!

-190- Die musikalischen Hunde

30. November 2009

Wenn ich abends am PC sitze und meine Freunde sich um mich herum wohlig räkeln, ist das für mich so etwas wie Nirwana oder Himmel, oder was immer Sie meinen. Irgendwann muß auch ich schlafen gehen und was macht man dann? Richtig! Man fährt den Rechner herunter. Jetzt meint aber WINDOWS, sich mit einem mächtigen Abspann verabschieden zu müssen. Das ist für die Hunde ein Anlaß, aus dem tiefsten Schlaf aufzuschrecken und es beginnt ein großer Tumult. Das Herrchen geht schlafen und es gibt BettHupferl!! Demnächst werde ich es einmal mit Mozart, “Die kleine NachtMusik” versuchen. Ich bin mir sicher, die Burschen erkennen die Melodie nach kurzer Zeit auch …. Und das im Schlaf !

-189- Timmy der Behäbige

11. November 2009

Ärgern könnte man sich schon über den selbstherrlichen Timmy! Wir heizen, lassen die HausTür offen stehen, damit der Herr Timmy bequem draußen sein G’schäftele machen kann. Und was macht der feine Herr? Er bleibt ostentativ in der Wohnung und brüllt irgendwann herum, er sei jetzt fertig und man möge doch gefälligst endlich seine Kacke in der Wohnung aufputzen!

Was haben wir nur falsch gemacht?

-188- Der geadelte Hund Jason

10. November 2009

Der Jason hatte sich eine Verletzung am Bein zugezogen und wir versuchten die Wunde mit einem “ZauberMittel” vom TierArzt zu heilen. Nachdem Jason die Salbe immer wieder abschleckte, haben wir einen Verband gemacht. Und wozu ist so ein Verband da? Richtig! Er muß abgebissen werden! Leider war dem Jason mit Logik nicht beizukommen: Also auf zum nächsten Schritt! Jetzt bekam er eine HalsKrause wie die englische Königin verpaßt. Das war so garnicht nach seinem Geschmack.
Aber schnell hat er die Vorteile erkannt und die HalsKrause über die FutterSchüssel eines Kontrahenten gestülpt und diese in aller Ruhe leergefressen.
Und was ihm einen HeidenSpaß macht: Hinter mir herzulaufen und mich mit der HalsKrause, die ja die Form einer ausgestülpten Tulpe hat, vor sich herzuschieben. Was treppenabwärts ganz schön heikel sein kann. Für mich! - Nicht für den Hund!
Was lernt man also in einer TierPension? Immer wachsam sein!

Ach ja! Und was noch so toll ist: Man kann den anderen Hunden mit der HalsKrause so schön eine hineinsemmeln!

-187- Der Billionen-EURO-Schulden-Staat

02. November 2009

Da hat doch tatsächlich einer 30 Jahre seines Lebens im Ausland in Krisengebieten (Chile, SU, Zaire, Rumänien usw) gearbeitet, hat als Selbständiger (wie üblich) die AltersVersorgung vernachlässigt (nach dem Motte, es wird schon immer so weiter gehen!), brav seine weiß Gott nicht zu knappen Steuern aus dem Ausland gezahlt, damit die Herren und Frauen Beamten nicht vom Fleisch fallen müssen, und wird jetzt von eben diesen Leuten wie ein HofNarr behandelt. Ich bin in meinem ganzen Leben niemandem zur Last gefallen und möchte nicht zu guter Letzt zu einem SozialFall verkommen. Im Gegenteil, ich wollte noch in meinem Alter (71) in Form von Steuern dem Staat etwas Gutes antun. Obwohl hier die angeblichen Vorschriften willkürlich ausgelegt werden. Man kann es zwar nicht nachvollziehen, aber die haben’s ja. Hier herrscht noch übelstes Mittelalter. Der Bauer hat seinen Zehnt abzuführen, damit sich der Hof die FettLebe leisten kann. Basta!
Daß da etwas nicht ganz so koscher läuft, sieht man daran,  daß uns eine gewisse Dame erklärt hat, sie (!)  müsse uns (!)  erst längere Zeit beobachten, bevor sie uns zehn Hunde genehmigen kann.
Kann mir jemand sagen, wo man dieser Gottheit (Kali?) eine Kerze spenden kann, damit sie zur Durga wird?

Zur Ehrenrettung dieses Staates sei gesagt, daß es außerhalb von Westböhmen/Oberpfalz durchaus Gegenden gibt, wo man Leute wie mich mit Pauken und Trompeten am Bahnhof empfangen hat und ihnen in jeder Hinsicht aus Dankbarkeit geholfen hat. Schließlich haben wir mit unserer Arbeit Euer Ansehen im Ausland wieder etwas gerettet. Z.B. was das Abschlachten der Herero in der Wüste von DeutschSüdWestAfrika anbelangt oder das Vergasen von MitMenschen. Mit einem recht mulmigen Gefühl habe ich auch in einer HutaSzkla/GlasHütte in Oswiecim/Auschwitz gearbeitet. Aber nachdem meine polnischen Kollegen erfahren haben, daß meine Frau aus Nisa/Neiße stammt, war ich spontan “einer von ihnen”.
Ich erinnere mich auch stolz und ohne Bescheidenheit daran, daß meine Dolmetscherin in der VR China mir versichert hat, sie habe noch nie einen so netten Ausländer kennengelernt wie mich.
Es geht also auch so!

Vielleicht kann man jetzt meinen Haß auf die deutschen Bürokraten verstehen!
Als ich einmal mit einem pakistanischen Kollegen zur dt.Botschaft in Napoli/Neapel wegen einem EinreiseVisum nach Deutschland ging, bekam er es (möglicherweise durch meine FürSprache) innerhalb von Sekunden. Ich persönlich mußte da bei dt.Botschaften ganz andere Erfahrungen machen! Darf ich da mal kurz abschweifen? In Kiew hat man mir vor dem HeimFlug noch schnell einen Auftrag in Moskau verpaßt. Leider war dort niemand am FlugHafen. Allerdings hat Moskau mehrere nichtmilitärische FlugHäfen. Ärgerlich war nur, daß ein ganz OberSchlauer mein Gepäck in den Bus einer DDR-ReiseGesellschaft gebracht hat (in der UdSSR war der EinzelReisende ein Nichts, es zählte nur  “Grupa”,  ->
also ich Grupa!). Als erfahrener AuslandsTechniker habe ich meinen Koffer mit leuchtenden Streifen beklebt und ihn auf dem Dach des Busses entdeckt. - Ich hinterhergewetzt, den Bus gestoppt und mir meine Sachen geben lassen. Endlich fand ich einen TaxiFahrer, der mich verstanden hat und mich zu meinem AuftragGeber fuhr. Dort war niemand! - Also Hotel suchen.- Nirgendwo ein Zimmer frei und so reich bin ich auch wieder nicht, die Rezeptionen zu schmieren. Irgendwann habe ich meinem Chauffeur leid getan und er hat mir ein Zimmer bei einem Freund für einen Kasten Münchener Bier angeboten. Ich dürfe da auch eine Frau mitbringen, was in Russland sehr wichtig zu sein scheint. Nachdem im InterShop kein Münchener Bier zu bekommen war, wurde es mir zu blöd und ich ließ mich zur BRD-Botschaft fahren. Lange Rede kurzer Sinn: Das totale deutsche BeamtenChaos. Zur Zeit der Hanse hätte ich da sicherlich irgendwo ein SchlafPlätzchen bekommen). Ab zum int.FlugHafen, wo ich auf einer Bank die Nacht verbringen wollte. Dem TaxiFahrer gab ich meine ganzen Rubel, die ich ja ohnehin nicht hätte ausführen dürfen. Und stellt Euch vor! Beim Betreten der WarteHalle höre ich in deutsch: “Letzter Aufruf für die LHxxx auf dem Flug nach München!”. Ich rase zum Schalter, der Zoll winkt mich einfach durch und ich bin in der LH. Übrigens mit nur zwei weiteren Passagieren. Ich bat den Purser, der AVIS in München durchzugeben, sie sollen bitte auf mich wegen einem LeihWagen warten. Und damit war das Thema erledigt. Hätte mir da nicht auch die BRD-Botschaft weiterhelfen können? Aber das sind ja Beamte! Vielleicht wäre ich besser gleich zur Botschaft der DDR gegangen! Bei denen habe ich übrigens in einem ähnlichen Fall in Äthiopien geschlafen. Dort wurde ich als sog. “ReiseKader” immerhin sehr respektvoll behandelt.
So. Das erlebt ein dt.Ing im Ausland, damit er dann hier wie ein Depp behandelt werden kann.

Was lernt man daraus?  “homo hominem lupus est”, oder sinngemäß: “Der Deutsche ist sich selbst der größte Feind!”

-186- Seid Ihr für etwas Trauriges gerüstet?

26. Oktober 2009

Es kommen nun die Tage, die nicht unbedingt zum fröhlichen Feiern gedacht sind  Und da muß ich etwas los werden, was mich seelisch sehr belastet.
Ja, es hängt schon wieder mit einem Hund zusammen!

Zur Vorgeschichte: Nachdem man uns gedroht hat, die TierPension zu schließen, wenn wir mehr als 5 Hunde aufnehmen und wir leider am ExistenzMinimum herumkrebsen, wollte ich der Dame vom VeterinärAmt keinen Anlaß geben, gegen uns vorzugehen. Obwohl ich es auf eine GerichtsVerhandlung mit ihr gerne ankommen lassen würde, was ihr Hobby zu sein scheint.
Jetzt kommt’s: Ein Berliner wollte eine Ausstellung in Nürnberg besuchen und wurde von dem ungewöhnlich warmen Tag überrascht. Er machte sich Sorgen, seinen Hund im Auto zu lassen und bat mich um Hilfe. So weit bin ich schon, daß ich den Anruf für eine Falle hielt, um mich bezüglich max 5 Hunde zu testen. Wir hatten nämlich bereits fünf GastHunde und ich feiges CharakterSchwein habe abgelehnt. Am nächsten Tag lese ich in der Zeitung, daß der Mann seinen Hund im Auto eingesperrt hat und dieser jämmerlich in der Hitze verreckt ist.
Das wird mich mein ganzes Leben verfolgen und auch die allgemeine Meinung, daß ich doch absolut unschuldig sei. Diese Einstellung erinnert mich an Leute, die ostentativ immer wegschauen. Es läßt sich aber nicht wegdiskutieren, daß durch mich dem Hund der qualvolle Tod erspart geblieben wäre.
Ich wollte meine Sünde meinem Pfarrer beichten, aber der hat nur gemeint, man könne sich nicht für alles verantwortlich fühlen, wenn etwas Böses auf der Erde passiert.

-185- Wie lange denn noch ???

24. Oktober 2009

Seid Ihr wirklich das Volk der Denunzianten? Und fühlt Ihr Euch dabei so richtg wohl? Glaubt es oder nicht, wir wollten ganz im kleinen Rahmen hin und wieder einen Hund aufnehmen. Worauf der berühmte böse Nachbar nur gelauert hat. Obwohl er sebst gegen x Vorschriften verstößt, mußte er sich zum großen Zampano aufspielen. Und prompt kam eine Dame von LA Lauf. Ich muß zu ihrer EhrenRettung sagen, daß sie kein BußGeld von uns verlangt hat. Jetzt war es aber über einen RA ein Klacks, den MitChristen ausfindig zu machen. Ich habe ihn beim VorbeiGehen entsprechend als “Anzeiger” tituliert. Unwissend, daß ich ihn durchschaut habe, ist er erneut zu seinem RA gerannt. Irgendwie hat er mir ein wenig Leid getan. Manche können halt nicht anders.

Was mich aber schon auf die Palme bringt ist die Tatsache, daß eine gute anständige Frau mit einer bewundernswerten EhrenTätigkeit für die Kirche verleumdet wird, sie lasse ihren Hund verwahrlosen! Dieser Hund war schon mehrmals bei uns und ich wäre im Falle eines Falles schon eingeschritten! Ich weiß, daß sie sogar mit ihrem Hund zur Beobachtung nach München fuhr. Was für sie eine nicht geringe finanzielle Belastung war! Der Hund ist von Geburt an unheilbar krank und wir versuchen, ihm das Leben noch etwas angenehm und leicht zu machen.


Ok, VeterinärAmt Lauf ???
Oder wollen wir wieder einmal alles lebensunwerte Leben schlachten?

A propos Schlachten! Wo bleibt eigentlich das VeterinärAmt, wenn gewisse Völker (nein, nein, ich nenne keine Namen von wegen VolksVerhetzung) gesunde Tiere durch Schächten bestialisch töten? Und das in Deutschland!  Haben Sie schon einmal die Augen eines dabei leidenden Tieres gesehen? Nein, wollen Sie nicht? Ihr GesetzGeber hat das Schächten aus religiösen Gründen doch ausdrücklich erlaubt. Na bitte. Sie fahren sicherlich wahrscheinlich auch nicht nach Spanien, um sich an einem StierKampf aufzugeilen??  Oder etwa doch ??
Oder Sie fressen keine SingVögel in Italien?? Oder etwa doch ??

Ist der Artikel vielleicht etwas zu polemisch?

-184- Eine offene Frage

23. Oktober 2009

Ich wundere mich immer wieder über die schlechte schriftliche Resonanz. Möglicherweise bin ich auch zu doof, eventuelle  Kommentare zu lesen. Andererseits höre ich am Telefon sehr viel Positives. Also antwortet bitte per eMail! Ich möchte gerne wissen, ob ich zwischendurch auch “unhündische” Bemerkungen schreiben darf/soll, deshalb bitte Antwort :

O  Du kannst ja schreiben was du willst, interessiert eh niemand!

O  Naja, naja, aber darauf auch noch antworten?

O  Zwischendurch ein kleiner Abstecher zu einem Randgebiet?          …. Warum nicht?

O  Über deine Artikel lachen wir uns so schon halbtot, also  bleib’      …. bei deinen Leisten


Nachtrag:

Es sind inzwischen doch einige Zuschriften eingegangen, in denen ich aufgefordert werde, so weiterzumachen, wie gehabt und mich nicht von irgendwelchen Tussies kaputtmachen zu lassen.

Danke!

-183- ApiPhobie - oder die Angst vor Bienen

21. Oktober 2009

Nachdem bei uns (fast) alle Tiere GastRecht genießen, dürfen bei uns auch Bienen, Hummeln, Wespen und sogar Hornissen wohnen. Manche Leute führen besonders in BierGärten einen regelrechten VeitsTanz auf, sobald Ihnen eine Biene zu nahe kommt. Ich stelle allerdings im Gegenteil mit Schrecken fest, daß bei uns im SpitzBoden keine Stöcke mehr gebaut werden. Ich vermisse diese architektonischen Kunstwerke sehr und ich wurde auch noch nie von unseren Mietern gestochen. Mein schlimmstes Erlebnis war, als sich beim Kaffee im Freien eine Wespe auf meine UnterLippe gesetzt hat, um genüßlich einen KuchenKrümel zu verzehren. Da muß man schon ruhig reagieren und besonnen bleiben. Das erlebte HorrorGefühl möchte ich aber auch nicht vermissen! Leute, nicht verrückt spielen und gleich die Feuerwehr rufen!
Ich habe ein Bierfaß zum BriefKasten umgebaut und prompt haben ErdBienen darin ihren Stock gebaut. Was macht einer wie ich in einem solchen Fall? Er besorgt sich einen anderen Briefkasten und bringt am alten ein Schild an mit dem Text: “Bitte nicht stören, hier wohnen Bienen!”.
Wie es der Zufall so will, kommt die Polizei wegen irgendeiner VerkehrsStrafAnzeige vorbei. Der Beamte fragt mich, ob das mit den Bienen stimmt. Ich zeige ihm vorsichtig den Stock und habe von der Anzeige nie mehr etwas gehört. Der Vater des Beamten ist nämlich zufällig leidenschaftlicher HobbyImker.
So kann es auch laufen und die Welt geht deshalb auch nicht gleich unter!

Eigentlich könnte das Folgende ein neuer Artikel sein, aber wo wir gerade bei Bienen sind . . . .
An einem schönen HerbstTag, die es ja auch noch gibt, habe ich meinen Kopf in unseren Efeu gesteckt, der bis zu einem Meter (!) vom Haus absteht und nach unseren AmselNestern geschaut. Was ich da gehört habe, läßt DolbySurround zu einem echten ScheißenDreck verkümmern! Der Grund waren tausende von ErdBienen, die von den immer noch fruchtbaren EfeuBlüten ihren WinterVorrat geerntet haben. Das FlügelGeräusch kann man schon glatt als höllisches Dröhnen wie von einer lieben alten Tante Ju52 bezeichnen, wenn man seine Ohren dazwischen hat!

P.S.: Ich werde von jetzt an in fetter Schrift schreiben, denn die Leute werden älter und vielleicht sogar auch ich   ;-)

-182- Unser Psychotherapeut Blacky

03. Oktober 2009

Unser Blacky hat sich bei einer Dame mit erstaunlichen Folgen eingeschmeichelt. Bei ihr war eine HüftGelenkOperation fällig und damit sie mit dem Blacky “Schritt” halten kann absolviert sie alle empfohlenen Übungen auch ohne Aufsicht freiwillig. Und siehe da! Der Arzt spricht von einem kleinen medizinischen Wunder, denn der HeilungsProzess macht RiesenFortschritte wie sonst noch nirgendwo. Sie fängt schon an,  sich über die zukunftigen SpazierGänge Gedanken zu machen und rechtzeitig abzuspecken. Entschuldigung, liebes LA Lauf! So stelle ich mir eine natürliche Symbiose zwischen Tier und Mensch vor, wie sie schon bei den alten Germanen gepflegt wurde. Dort hat eine Frau, der ihr Säugling gestorben war, ein WolfsJunges aufgenommen und wie ihr eigenes Kind aufgezogen. Ja, woher glaubt Ihr denn, stammt der domestizierte Hund? Jetzt wird eine gewisse Dame im LA Lauf in Tränen der Reue ausbrechen und mir eine Urkunde a la Franz von Assisi für gutes SozialVerhalten übergeben, wie dies in früherer Zeit üblich gewesen wäre.

Übrigens haben wir den Blacky aus einer Tötungsstation in Spanien gerettet, die es ja lt NN und LA Lauf sowieso und überhaupt nicht gibt.

Unseren Blacky werden wir dann wohl los sein, was wir aber gerne in Kauf  nehmen! Vielleicht wird aus ihm einmal zwar kein “Black Star of India” (wunderschöner schwarzer EdelStein aus Indien, in dem durch LichtBrechung ein Kreuz zu schwimmen scheint), aber ein “Black Star of Spain”

-181- Die beiden älteren Herrn

03. Oktober 2009

Gestern ist das Frauchen vom Timmy zum Auto gelaufen und prompt sind die beiden älteren Herren hinterher.
Aber nicht etwa zum Auto! Nein, nein! Ab Marsch in den Garten. Dort wurde andächtig und einträchtig im Duett gepinkelt und anschließend sofort wieder ins Haus gelaufen! Ich glaube, wir haben da eine tiefe MännerFreundschaft. Was muß sich das TimmyFrauchen dabei denken, so übergangen zu werden!

-180- Blacky in Nöten

02. Oktober 2009

Heute hat der Blacky einen echten seelischen Schock erlebt.
Er hat nämlich geglaubt, daß ihn seine PatenTante am frühen NachMittag schon wieder verlassen will. Um sie zurückzuhalten, hat er sich vorsichtshalber in ihren Pullover verbissen. Er war regelrecht glücklich, zu sehen, daß sie nur ein bestimmtes Örtchen aufsuchen wollte.
Man gestatte mir, eine viele JahrZehnte zurückliegende ähnliche Erinnerung zu erwähnen: Eine KlassenKameradin hat mich im zarten Alter von Sieben zu ihrer GeburtstagsFeier eingeladen. Als mich meine Mutter abholen wollte, hat sie ihre Arme um mich geschlungen, um mich nicht wegzulassen.
Wie man sieht, gibt es nicht nur böse Frauen!

-179- The missing link

02. Oktober 2009

Nachdem wir längere Zeit kein HundeMädchen bei uns hatten (kein Wunder, wir dürfen ja  nur max. 5 Gäste halten. Merkwürdigerweise sind in der Nähe bis zu 50 Tiere in Käfigen eingesperrt (so erzählt man uns), aber die Wege Gottes und der Behörden sind unergründlich).
Und jetzt kommt die Kyra! Alle Rüden haben spontan an ihrem Bauch gerochen und waren sehr verwirrt, daß da kein “Schnippselchen” war. Auch die Kyra war verwirrt, denn sie wußte nicht so recht, was die Rüden unter ihrem Bauch zu suchen haben. Inzwischen haben sie sich alle mit den anatomischen MerkWürdigkeiten abgefunden.

-178- Wer ist eigentlich der RangHöchste?

02. Oktober 2009

Wir hatten drei große schwarze Hunde. Einer hat mich heftig an unseren letzten verstorbenen RiesenSchnauzer Krümel erinnert. Nun ja, einer von denen hat sich zu einer wahren BellFurie entwickelt. Oh Gott! Hätte ich das jetzt nicht schreiben dürfen? Vielleicht sollte ich schreiben, er hat vor sich hin gesäuselt! Wem meine dunklen Andeutungen merkwürdig erscheinen, dem sei gesagt, daß ich mich seit einem Jahr einem PsychoTerror durch die Behörde ausgesetzt fühle und PsychoTherapie in Anspruch nehmen muß. Aber zur Sache: Wir haben uns getröstet, daß die BellFurie in wenigen Tagen abgeholt wird. So weit so gut! Plötzlich hat sich nach der Abholung mit dem nächste Hund, der noch nie einen Laut von sich gegeben hat, die ganze Procedure wiederholt. Aber der wird ja auch in einigen Tagen geholt. Von wegen! Jetzt hat uns der Dritte seine Arien vorgesungen! Heißt das etwa, daß bei großen Hunden immer der nächste RangHöchste automatisch das “Sagen” hat?
Prost Mahlzeit!
Dann habe ich als RudelFührer versagt . . . .

-177- Timmy, oh mein Timmy! (Kennen Sie eigentlich den wunderschönen Film “Der Club der toten Dichter”?)

02. Oktober 2009

Allmählich müssen wir uns wegen unserem DauerGast Timmy etwas einfallen lassen, bevor er bei uns entartet. Wir haben ja laut einem Pamphlet keine artgerechte TierHaltung! Letzte Woche wollte ihn sein Frauchen abholen und auf der Treppe hat sich der Timmy mit seinem Freund Balou, ebenfalls ein kleiner älterer Herr, kurz besprochen und beide haben “verfügt”, daß er doch nicht mitgeht. Also sind die beiden Herren zurück ins Haus und waren nicht mehr zu finden. Und was macht sein liebes Frauchen? Sie gönnt ihrem lieben Timmy die Freude und fährt allein ohne ihn die immerhin, immerhinque vierzig km zurück. Vorsicht Timmy! Ich habe das Gefühl, daß Du Dich etwas zu weit aus dem Fenster lehnst!!!  Bei mir kannst Du nicht auf Dauer bleiben, das sage ich Dir gleich (außer es gibt einen höheren Grund, was Gott behüte).

-176- Der Tyrann JayJay

02. Oktober 2009

Wir hatten einen Schäferhund JayJay, der sehr selbstbewußt auftrat, wenn etwas nicht nach seinem Willen ablief. Einmal ist ihm ein Ball beim Spielen in den FischTeich gefallen. Jeder normale Hund hätte ihn halt herausgeholt, aber doch nicht unser JayJay. Er hat sich an den Rand gestellt und stundenlang auf den Ball eingebellt, damit er endlich herauskommt. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich habe den Ball selbst herausgeholt . . . . immerhin ein TeilErfolg!. . . . und zwar für den Hund!
Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen jüdischen Schriftstellern sind wie immer rein zufällig.

-175- Alla dann (auf echt pälzisch)

01. Oktober 2009

Zunächst,  zum zweiten Mal übrigens, ein ernstes Wort an Leute, die aus dem ehemaligen Gebiet West-Böhmen/Oberpfalz (östlich von Nürnberg) stammen: Wenn ich einen närrschen Hund liebevoll als NervenSäge bezeichne, geht das Fremde aus dem Raum West-Böhmen/Oberpfalz einen ganz ganz großen ScheißenDreck an! Wenn sie daraus ein Politikum mit AktenNotiz machen wollen, um mich schlecht zu machen : ich werde es überleben. Wir echten Franken nennen sogar unsere Kinder hin und wieder NervenSägen (ebenso manchmal “Plagen”) und wir lieben sie trotzdem.

Und mir zu unterstellen, ich hätte einen Hund gequält, weshalb er jetzt Knöten am Hals habe, ist für mich als AraberFreund die größte Beleidigung, an die ich mich je zurückerinnern kann!  Und so etwas können Araber und ihre Freunde nicht verzeihen.

Und was die Sache zusätzlich verschlimmert ist die Tatsache, daß man/frau es nicht einmal nötig hatte, nach dem einfachen und ehrlichen Grundsatz vorzugehen, wie er schon im römischen Recht vor 2000 Jahren bestand, bevor man jemand aktenkundig zum Verbrecher abstempelte und zwar:

Audiatur et altera pars

Setzen, “Null Punkte” (in der RheinPfalz früher die allerschlechteste Benotung überhaupt).

-174- Die neue Situation

13. Juli 2009

Inzwischen habe ich (zugegeben sehr spät) etwas über die neue Situation in Ostafrika nachgelesen und habe erkannt, daß alles, was ich erzählen will, absoluter Schnee von gestern ist. Über dieses Land mit seinen Katastrophen kann ich einfach nicht mehr schreiben. In was für einer Welt leben wir denn? Über jeden Bohlen-ScheißenDreck wird hier groß berichtet, aber daß der Niyragongo wieder um sich tobt, als hätte Goma nicht schon so genug menschliches Leid erlebt, schreibt hier niemand. Wissen Sie eigentlich wie man sich fühlt, wenn man 5000 CholeraTote mit einem RadLader (von unserer weit entfernten Mine herbeigeholt) einbuddelt? Menschen, die vertrocknet sind, weil die Herren internationalen Ärzte zu doof waren, denen gefiltertes und mit Mineralien angereichertes Wasser aus dem KivuSee in den Mund hinein zu pumpen. Hauptsache sie bekamen per Flieger ihr Alka Seltzer aus Kigali. Ich bin mir sicher, in vielen deutschen Köpfen spukt die Meinung herum, daß sich die Neger doch besser gleich gegenseitig die Köpfe einschlagen sollten. Vielleicht wird es besser, wenn die Chinesen im Kongo aktiv werden, immerhin haben sie ja die Straße von Kigali nach Goma bestens gebaut. Mit deutschen Geldern übrigens!

Ich wollte doch noch so unendlich viel über mein immer noch geliebtes Zaire schreiben, aber das käme mir jetzt alles so verdammt schal, pharisäerhaft und primitiv vor.
Na gut, dann machen wir halt mit den Hunden weiter! So lange ich wenigstens das noch darf  . . . . .

-173- Sollte man wieder vergessen

12. Juli 2009

Auf der Fahrt nach Goma kam uns im NationalPark ein LKW mit einer deutschen ZollNummer entgegen. Jetzt wollte ich Blödmann meinem Fahrer zeigen, was auch wir für ein tolles Volk sind. Zurück geblieben ist eine Mischung aus Zorn, Scham und Abscheu. Nachdem ich meinen “LandsLeuten” zugerufen hatte, na, was macht Ihr denn hier, hielten sie verlegen ihre Kameras in die Höhe und deuteten heftig darauf, wohl um zu zeigen, daß sie keine Wilderer sind. Wahrscheinlich hielten sie mich für einen WildHüter.

Wie heißt es so treffend bei uns im Ausland?

Verschone uns vor Sturm und Wind, und Deutschen, die im Ausland sind!

-172- Eine tiefgründige Fahrt nach Goma

12. Juli 2009

Ich habe schon erwähnt, wie familiär es in der Mine zuging. Der Fahrer, der mich zum Flugplatz nach Goma brachte, bekam natürlich jede Menge Post für die Verwandten in den Dörfern an der Piste zum NationalPark mit. Es ist erstaunlich, wie viel Infrastuktur aus so einer kleinen Mine entsteht! Wo wir hielten, gleich eine Schar von Neugierigen um unseren Pickup und Kinder, Kinder, Kinder . . . Wobei auch ich freudig begrüßt wurde (nicht etwa angebettelt!). Mit dem albernsten Zeug können diese Kinder glücklich spielen.

Eben quetscht sich mir beim Schreiben eine kleine Träne heraus!

Gott möge die Kleinen schützen! Und verhindern, daß sie sich wie die Hutu und Tutsi gegenseitig zerfleischen . . .

In Goma wollte ich mir im HauptBüro einen Jeep holen und damit nach Gisenyi zum internationalen Flugplatz fahren. Nichts da, das ließ unsere Madame Esperance, die sich um die Reisen usw kümmert, nicht zu. Sie meinte, unterwegs würden mir die Hutu den Hals aufschlitzen (sie ist eine Tutsi). Sicherheitshalber hat sie noch ihre Tochter mitgenommen, die uns wahrscheinlich fürchterlich beschützt hätte. Mit ihr als SOMIKIVU-Mitarbeiterin bin ich natürlich spielend über die Grenze gekommen. So sind wir stundenlang mutterseelen allein durch den stockdunklen Urwald gefahren. Madame hat ständig auf ihre Tochter eingeredet, um nicht am Steuer einzuschlafen (fahren durfte ich trotzdem nicht), die immer nur müde oui, oui gelallt hat. Übernachtet haben wir im Chez Paul (falls es jemand kennt) wo man zu meinem Ärger von den beiden Damen wesentlich mehr verlangt hat als von mir.

Da fällt mir noch etwas ein, worauf ich sehr, sehr stolz bin. Einmal wurde ich gefragt, ob Madame eine Weiße oder eine Schwarze ist. Ob Ihr es glaubt oder nicht! Darüber mußte ich selbst erst einmal nachgrübeln! Nun ja, sie hat in Brüssel studiert, ist eine Tutsi und die sind halt schwarz. Ist ja eigentlich ganz egal, Hauptsache sie ist eine schöne, kluge und zuverlässige Frau!

-171- Voll daneben

11. Juli 2009

Einmal dachten wir, einem Arbeiter der Mine einen riesigen Gefallen zu tun, indem wir ihn in einen weißen Kittel steckten und als Laborant an die Geräte stellten. Das war typisch fehlgedacht. Nach wenigen Tagen maulte er herum, er wolle wieder mit seinen Brüdern schaufeln, wo man so schön miteinander singen könne. Wenn ich daran denke, wie stolz ein Siemens-Arbeiter bei einer solchen Ehre gewesen wäre! Wie man sieht, bestehen schon mächtige RassenUnterschiede, wobei ich mir hier kein WertUrteil erlaube.

-170- Wie zum Teufel kommt man eigentlich in dieses verdammte Lueshe

10. Juli 2009

Das ist nun wirklich ganz einfach!

Man sitzt zu Hause und wartet, bis am C64 ein BTX/Fernschreiben aus Lueshe eingeht, worin es heißt, daß man ganz, ganz schnell die Anlage reparieren soll. Daraus sieht man schon, daß das ganze schon ein paar Jährchen her ist, als Mobutu, der Schah, Pinoquet, Ceaucescu, Hussein usw noch am Ruder waren.

An einen offiziellen schriftlichen Auftrag zu denken, wäre mehr als peinlich.

Jetzt schnappt man seinen Paß mit PaßBildern, fährt nach Nbg, übergibt ihn dem Schaffner eines Zuges, der nach Köln fährt, wo ihn ein Bote abholt und zur Botschaft bringt, inzwischen packt man seinen Koffer und sein Werkzeug zusammen, fliegt nach Brüssel (Belgien), wartet bei der SABENA auf den Paß mit Visum, kauft sich ein Ticket, fliegt nach Nairobi (Kenya), fliegt weiter nach Kigali (Rwanda), kaspert dort mit dem Zoll herum (zum Glück ist man als Deutscher dort immer noch gern gesehen _ jaja, der gute Kaiser), läßt sich von einem Fahrer nach Goma (Zaire) bringen, schaut in Gisenye (Rwanda/Zaire) ostentativ weg, wenn der Fahrer mit einer Tasche voller Zaire zum Zoll geht und mit einer leeren Tasche wieder zurückkommt, steigt in Goma in einen bereitstehenden Flieger, läßt sich zum “Flughafen” Lueshe fliegen, wird dort von einem MinenFahrer abgeholt, sofort zur Anlage gebracht und ….. voilá ….. nach zwei Stunden läuft die Anlage wieder!!!!

Ein einziges solches positive Erlebnis reicht fürs ganze Leben!

Wie man sieht, wurde das Wort Zaire für das Land, für die Währung und für den Fluß verwendet. Ist doch praktisch. Aber selbst nennen sich die Leute einfach “Bürger”.

Als übervorsichtiger Mensch habe ich in Goma den Piloten gebeten, unter dem Tragflügel etwas Benzin abzulassen und geschnuppert. Der Pilot hat das sogar voller Verständnis akzeptiert, denn einige Wochen zuvor hatte man jemand  Wasser in den Tank gegeben (weil es halt etwas billiger ist) und die Maschine ist gegen den Vulkan bei Goma geknallt. Um über den KraterRand zu kommen hatten die Insassen vorher verzweifelt allen Ballast aus der Maschine geworfen . . vergebens!

Wir sind übrigens auch über den Krater geflogen und es ist unbeschreiblich, unter sich die flüssige Lava brodeln zu sehen! Vor einiger Zeit hat der Vulkan gespuckt und halb Goma fast unter sich begraben.

Und am Abend gibt es ein Fünf-Gänge-Menue mit Primus-Bier a la Henninger (kein Witz! Ein ehemaliger Braumeister aus Frankfurt hat das Wunder vollbracht, ohne Gerste ein edles Gesöff zu brauen. Und eines muß man sagen: viel Positives haben die Belgier nicht hinterlassen, aber die Küche unserer Boys ist hervorragend. Ich habe in Brüssel voraussehend Schokolade eingekauft und so gab es als NachTisch Mousse au Chocalat vom Feinsten!

Am nächsten Tag habe ich mir einen Ausflug in den 40km entfernten Nationalpark gegönnt. Es war einmalig zu sehen, wie selbstverständlich die Antilopen neben den Löwen geschlafen haben, aber die waren wohl satt. Und dann die vielen zufriedenen FlußPferde! Eigentlich müssten sie ja von der Biologie her FlußSchweine heißen. Aber die alten Griechen haben sie schon hippopotamoi genannt, also bleiben wir dabei.

Auf dem Heimweg hat sich eine Löwin auf unserer Piste breitgemacht. Wir mußten in gebührendem Abstand eine ViertelStunde warten, bis die Dame ihre RuhePause bendet hat und sich zum AbGang in die Botanik entschlossen hat.

Wenn nun jemand nachrechnet, wieviel tausend Mark die ganze Sache wohl gekostet hat, sollte er wissen, daß das Material, das dort abgebaut wird, so wertvoll ist, daß Gold Dreck dagegen ist!

-169- Bleiben wir in Lueshe!

10. Juli 2009

Was und wo ist dieses Lueshe eigentlich?

Nun, der Lueshe ist ein kleines Rinnsal in Afrika in der Nähe des Äquators beim Kivu-See. Danach wurde unsere kleine aber wichtige Mine benannt. Abgebaut wird Tantal und Niob von Schwarzen für einen Dollar pro Tag, damit die lieben Kinderlein in Deutschland alle ihr kleines und billiges Handy haben. Prompt wurden wir in der hiesigen Presse als “KriegsGewinnler” beschimpft, aber so sind sie halt, die lieben Deutschen. Keine Angst, wir haben die Schwarzen nicht ausgebeutet, sondern wir waren wie eine große Familie. Wir hatten eine eigene FußballMannschaft, die einfach Spitze war. Warum? Weil wir denen von zu Hause immer FußballSchuhe mitgebracht haben und die auswärtigen Mannschaften mußten barfuß spielen.

Jedesmal wenn ich ankam, wurde ich umarmt und nach dem WohlErgehen meiner Familie befragt. Etwas, was mir hier nie und nimmer passieren würde.

Wenn jemand mehr wissen will, muß er eben googeln. Wir haben sogar unseren eigenen “FlugPlatz”, siehe

http://www.panoramio.com/photo/13106054

“Airfield Lueshe”

0°59′04.72” S    29°08′39.18” E

Übrigens habe ich dort einen schwarzen Elektriker an meinem Gerät “ausgebildet” und ihm ein Zeugnis in Französisch ausgestellt. Damit hat er sich gleich selbständig gemacht und hat sich dann nach Algerien abgeseilt, wo er jetzt eine hübsche kleine Werkstatt hat. So läuft mein Beitrag zur EntwicklungsHilfe! So geht es auch, aber hier darf ich nicht einmal einem Lehrling meine Erfahrung weitergeben.

Es gibt in Deutschland übrigens ein tolles Buch mit einfachen physikalischen Experimenten. Damit habe ich unsere Grundschüler begeistert. Oh Gott! Da habe ich schon wieder gegen hundert deutsche Vorschriften verstoßen! Dämmert es Euch, daß die Vorstellungen, die der deutsche Michel von Afrika hat, total falsch sind? Leider sind die Vorstellungen bezüglich VölkerMord andererseits total untertrieben.

-168- Ein Wunder ist geschehen

09. Juli 2009

Zu ersten Mal seit Monaten wurde ich nicht von AlbTräumen aus Lauf geplagt. Mir gingen nur noch meine ReiseErlebnisse im Kopf herum. Ihr entschuldigt bitte wenn ich Euch damit inkommodiere, andererseits bekommt Ihr von mir einen EinBlick in die bereisten Länder, wie in keiner anderen ReiseBeschreibung. Außerdem könnte auch der eine oder andere ÜberlebensTip dabei sein. Dazu gehört auch, sich rechtzeitig(!) gegen alles mögliche impfen zu lassen. So ist WundstarrKrampf eine ekelhafte Sache und soo leicht zu bekämpfen! Bevor man sich mit zweifelhaftem Wasser die Zähne putzt, lieber gleich darauf verzichten. Was man unbedingt dabei haben sollte sind ein Schlafsack, zwei Liter sauberes Wasser (in einer PlastikFlasche), Salztabletten, SchiffsZwieback o.ä., Hartwurst (kein Schwein!),  Einwegspritzen (Russland!!), Verhüterli (für den, der’s unbedingt braucht), WundSpray (nicht in HKG), SchlafMaske, LeseStoff, NY-TaschenLampe (die man auch als SchlagWerkzeug verwenden kann), Kleingeld, Scheingeld (TaschenDiebe!), AdressenVerzeichnis, Pulli Socken Unterhosen, HausSchuhe, PaßBilder, WörterBuch, Wecker, kleine WasserFilterPumpe auf SilberOxid-Basis, OhroPax, Kerze, wasserfeste Streichhölzer, kleine GastGeschenke. Nichts, was die Amis oder die Chilenen verwirren könnte!

-167- Gehen wir gleich medias in res

08. Juli 2009

In meinem LieblingsLand und meiner zweiten Heimat Zaire (jetzt wieder Kongo) wurde ich von schwarzen Angestellten verzweifelt aufgefordert, schnell den FrühstücksPlatz zu verlassen. Dann erst habe ich mitbekommen, daß sich über mir im Baum eine Schwarze Mamba getummelt hat. Mit den Biestern ist nicht zu spaßen. Sie werden bis zu vier Meter lang, können von Baum zu Baum springen und beißen schon einmal aus lauter Jux und Tollerei. Und das ist kein Spaß! Wenn jemand eine schlechte Kondition hat, ist er nach wenigen Sekunden tot. Wenn er Glück hat, lebt er ein paar Sekunden länger. Für ein AntiSerum ist es dann meistens zu spät. Ihr könnt mir glauben, in dieser Nacht habe ich die ZimmerTür unten mit TesaBand abgedichtet und auf den ToilettenDeckel einen schweren Koffer gestellt! Die kommen nämlich auch durch die HausKanalisation!

Trotzdem: Zaire ist und bleibt meine zweite Heimat. Und was das Schöne ist: ich habe dort so gut wie keine Touristen erlebt.

-166- Noch einmal “Nervensäge”

08. Juli 2009

Mit Überraschung/Entsetzen/Ungläubigkeit habe ich leider schmerzlich erleben müssen, wie wenig in diesem ach so multikulturellen Land die schönen Feinheiten meiner Muttersprache bekannt sind. Man braucht nur ein Wort, das unsere Eltern in komischer/liebevoller Verzweiflung benutzt haben, für einen Hund anzuwenden, der über den Frühstückstisch tobt (NB ohne ihn deshalb gleich zu züchtigen) und schon wird man zum Tierquäler hochstilisiert. Übrigens wurden wir Kinder auch als “die Plagen” bezeichnet, ohne daß man uns deshalb gleich in die Mülltonne geworfen hat. Das kam in Deutschland erst viel später. Den frommen Gruß “Grüß Gott”, was so viel bedeutet wie “Ich grüße dich im Namen Gottes” mag ich in Hessen schon gar nicht mehr verwenden.

Damit ich weiterhin meiner Schreibwut frönen kann, werde ich ab sofort (fast) nur noch Reiseberichte aus aller Welt bringen, wo ich zwar auch Seitenhiebe auf die (bei uns sogenannten) Neckermänner austeile, was die aber nichts anzugehen hat.

Mal sehen, wie Euch der neue Stil gefällt. Und es wäre schade, wenn ich die vielen schönen Episoden im Ausland während meiner Tätigkeit als hochkarätiger Spezialist und Dipl.Ing im Ausland wieder vergessen würde. Immerhin hat mir die Universität Baghdad den Ehrendoktortitel angeboten.

Damit der Übergang nicht gar so krass ist:  Hier noch eine Geschichte über unseren kleinen älteren Herrn “Ohje” Timmy:

Einmal wollte er im Wohnzimmer wie gewohnt seine Runden ziehen und dummerweise war ein Stuhl im Weg. Immer wieder hat er uns vorgeführt, wie unerträglich für ihn die Situation war und ist gegen den Stuhl geknallt, bis wir ihn weggestellt haben (den Stuhl natürlich!). Damit war für ihn die Welt wieder in Ordnung . . . .

Timmy, oh mein Timmy!

-165- The show must go on

18. April 2009

Schreiben wir doch wieder über etwas Vernünftiges`
Die Sina, ein Collie-Husky, war nicht zu bewegen, eine Treppe zu laufen. Das macht sie übrigens anscheinend zuhause auch nicht. Irgendwann haben unsere Hunde unsere Wendeltreppe erstürmt und die Sina ist im Rudel einfach mitgerannt, ohne daß ihr klar wurde, was sie da eigentlich macht.
Am Ende der Treppe hat sie zwar etwas verblüfft geschaut und hat den Lauf dann aber freiwillig wiederholt. So kann man Hunde auch erziehen.

-162- Die SonnenAnbeter

15. April 2009

Als Spanier sollten es die Galgos ja gewöhnt sein, genüsslich in der Sonne herumzuliegen. Aber gleich so heftig, ist doch schön. Wir als Außenstehende könnten sie schon neidisch fast als FreiZeitChaoten bezeichnen.

-161- Der Hund der “verschlafen” hat

15. April 2009

Die Nacht von Samstag auf Sonntag ist die einzige Nacht, wo meine Frau durchschlafen kann, weil sie da keine Zeitungen austragen muß. Anscheinend ist es dem Timmy, der ja ab und zu auch das WochenEnde bei uns verbringt, irgendwie nachts um drei im Traum gekommen, daß wir ja alle total verschlafen haben. Er schreckt hoch und ruft, so als habe er gerade auf die Uhr geschaut, ganz laut und erschrocken “Ohje”.
Jedenfalls hat es eindeutig so geklungen.
Jetzt hat unser guter alter Timmy seinen SpitzNamen weg: “Ohje”

-160- PatenSchaft

14. April 2009

Also Leute, keine Ausflüchte!
Da gibt es eine TierHilfeOrganisation in Nürnberg, mit der wir gerne zusammenarbeiten und die Tiere vor dem bestialischen Tod in Spanien rettet. Mit einer DauerPatenSchaft von 5 .. 20 Eur/Monat (es darf auch etwas mehr sein) kann man den Leuten schon sehr helfen. Schon das Gefühl, daß da jemand Anteil nimmt, baut auf. Oder wie sehen Sie das?
Denken Sie immer daran: das Glück der Tiere strahlt auf Sie zurück!
Auch zählt nicht der momentane Gewinn, mit dem ja viele gerade in jüngster Zeit auf die Schnauze gefallen sind, sondern die Zukunft. So wird sich kein Bettler in Indien für eine Gabe bei Ihnen bedanken, sondern Sie müssen sich dafür bei ihm bedanken, daß er für Sie das Darlehen für Ihr nächstes Leben aufbewahrt.
Stellen Sie sich vor, in Ihrem nächsten Leben kommt ein Hund freudig auf Sie zu, weil Sie seinem Vorgänger damals etwas Gutes angetan haben!
Sie glauben nicht an SeelenWanderung und WiederGeburt?
Ich will Sie ja zu nichts bekehren! …… und wenn es sie aber doch gibt?

Das einfachste ist, Sie rufen die Frau Weindel direkt an unter ihrer Nummer 0174 6140450 oder mich unter 09187 7973

-159- Der Hund ohne “MaurersBlick”

12. April 2009

Unter MaurersBlick versteht man, wenn jemand sofort sieht, ob z.B. ein Etwas in eine Öffnung hineinpaßt. Also bitte, keine dummen Gedanken! Ich bin selbst Maurer! Natürlich spreche ich von einem Stein in einer Mauer!

Also:
Der Duke mit seiner SchulterRistHöhe von 60 cm wollte elegant unter einem Galgo hindurchspazieren. Denn das hat er doch schon so häufig bei dem kleinen älteren Herrn Timmy beobachtet. Und jetzt kommt der fehlende MaurersBlick: er blieb halt einfach stecken. So geht man aber nicht mit einem FlatRetriever um. Also lief er eben weiter mit dem leichten Galgo im HuckePack.
Ein putziges Gespann!!

-158- Große und kleine Wehwehchen

12. April 2009

Die Bella wurde von einem Fahrzeug übel hergerichtet. Das Hinterteil war total zertrümmert. Um ihr eine ÜberlebensChance zu geben, mußte ihr in die Hüfte eine EdelstahlPlatte eingebaut werden. Das hat sich bestens bewährt und sie springt wieder quietschfidel herum.
Ob sich dieser Aufwand lohnt? Die Antwort ist schlicht und einfach Ja.
Rein kaufmännisch und nüchtern gesehen: Man investiert etwas und bekommt dafür LebensFreude zu sehen. Ist das etwa nichts?
Außerdem hat so mancher Herrscher seiner Geliebten ein Schloß geschenkt. Und was hat er dafür an Gegenleistungen bekommen? Zärtlichkeiten!
Nothing else!

Die goldige Bella _ Mitte Unten

-157- Eine merkwürdige Nacht

12. April 2009

Das ganze Rudel (einschl Rudelführer) hat die Nacht voll durchgepennt, ohne auch nur ein einzigesmal wo hin zu müssen. Sonst muß ich nachts dreimal aufstehen und trotzdem noch für die Bande den Boden wischen. Verrückterweise mußte ich mit einem Machtwort die beiden Galgos aus ihrem Bett werfen, wo sie sich genüßlich geräkelt haben. Und das um acht Uhr!
Jetzt habe ich da so eine Theorie: Fühlen die Tiere vielleicht irgendwelche subsonare seismische Wellen, die ihr Wesen verändern?
Die Chinesen forschen ja stark in dieser Richtung!

-156- Der Hund, der das Frühjahr verschlafen hat

11. April 2009

Unser mächtiger Duke konnte es kaum erwarten, zu uns wieder einmal in den Garten zu kommen. Nachdem es ihm unser zugefrorener Fischteich beim letzten Besuch sehr angetan hatte, war es sein spontaner Entschluß, gleich mal aufs Eis zu gehen. Nur hatte er sich dabei in Punkto JahresZeit und Temperatur etwas verschätzt mit der Folge, daß er voll im kalten Wasser gelandet ist. Er hat es ganz einfach verschlafen, daß aus dem Eis wieder Wasser geworden ist.
In Zukunft wird er seinem Gedächtnis wohl etwas mehr mißtrauen!

-155- Das FitnessStudio Wunderlich

07. April 2009

Ayleen, die SchönheitsKönigin unter unseren Hunden, hat uns einen Preis von ihren Herrchen eingebracht. Von den vielen Leckerlies daheim war sie schon etwas mollig geworden und wir sollten sie auf Diät setzen. Das aber widerspräche unserem Stil. Deshalb hat sie bei uns alles bekommen, was sie wollte, nur eines nicht: keine Leckerlies.

Aber wir haben ihr jede Menge Sport verordnet:
Mit unseren beiden Galgos von der TierHilfe ist sie wie verrückt im Garten herumgetobt und hat dabei mächtig abgespeckt. So etwas ähnliches hat man uns auch schon von anderer Seite erzählt.
Also sollten wir uns “Tierpension FitnessStudio Wunderlich” nennen.

-154- Die OsterbrunnenSchänder

04. April 2009

Zu Ostern läßt meine Frau den schönen germanischen Brauch aufleben, einen Brunnen mit bunten Eiern zu schmücken. Leider haben unsere beiden Galgos, die wir als Gäste von der TierHilfe haben, die Sitte total mißverstanden. Nachdem alles, was tiefer als 2m hängt von den Galgos als gefundenes “Fressen” angesehen wird, war das Kunstwerk sehr schnell “kleingemacht”. Eigentlich sollen die Eier ja dazu dienen, die WasserNixen zu erfreuen, aber sie haben hoffentlich wenigstens unseren guten Willen erkannt. Also hoffen wir, daß unser Wasser weiterhin gesund ist!

Unser Osterbrunnen vor der “Verschönerung” durch die Galgos

-153- Unsere zerbrechliche Galga Kleopatra

21. März 2009

Einerseits sieht ein Galgo für mich schon sehr häßlich aus. Andererseits ist er im weitesten Sinn trotz Züchterei auch ein Geschöpf Gottes. Also sagen wir besser: er sieht gewöhnungsbedürftig aus!
Wir haben hier aus Spanien einen Galgo, besser gesagt eine Galga von der TierHilfe in Pflege.
In Spanien gelten Tiere offenbar streng christlich als WegwerfArtikel. Hier muß die EU noch einiges tun.
Dadurch, daß am Körper keinerlei BallastStoffe sind, kann Kleo praktisch aus dem Stand HöchstGeschwindigkeit erreichen, was die anderen Hunde ganz schön alt aussehen läßt. Wenn sie ihr nachrennen wollen, kommt Kleo schon längst aus einer ganz anderen Ecke wieder zurück.
Was auch schön aussieht: wenn sie an ein Hindernis kommt, “fliegt” sie einfach nur so darüber hinweg. Unser Zaun wäre für die Kleo kein echtes Hindernis, aber sie meint, sie gehört nun einmal zum Rudel - und da bleibt sie auch. Kleo, ohne HalsBand gilt das erst recht!
Unser riesiger BernerSennenhund Jerry dachte, er kann sie am HalsBand schön packen und herumschleudern. Aber bei dem dünnen Hals war mir das viel zu gefährlich und ich habe das HalsBand schleunigst wieder abgemacht.
Sie hätten den Jerry sehen sollen, wie er verzweifelt nach dem HalsBand gesucht hat.
Irgendetwas stimmt doch jetzt in seinen Augen nicht mit der Kleo!

Nachtrag vom 22. März 2009:
Irgendwie hat die Kleo gemerkt, daß sie jetzt halsbandmäßig gesehen vor dem Jerry sicher ist.
Und was macht sie oberschlau? Sie zerrt jetzt am HalsBand vom Jerry herum und versucht ihn seinerseits zu schütteln. Was natürlich vom MasseUnterschied her gesehen ein wenig absurd ist, aber immerhin immerhinque (wie der Lateiner sagt :-) ) Weiterlesen »

-152- Jetzt geht die verdammte ZeckenPlage wieder los

21. März 2009

Gestern hat meine Frau die erste Zecke aus einem Hund entfernt. Und das ausgerechnet in der Nähe eines Auges.
Trotzdem habe ich für ZeckenBänder nicht allzuviel übrig.
Gift bleibt Gift!
Aber bei einem Tier in freier WildBahn, das sich nicht helfen kann und das ich nicht berühre, denke ich da schon anders.

-151- Ayleen - will “ihren” SchlafPlatz

21. März 2009

Heute Nacht hat mich die Ayleen zum Schlafen beehrt. Allerdings war das nicht das reinste Vergnügen. Sie wollte mich zwar im Bett dabei haben, aber bitteschön nur eingeschränkt. So mußte ich mir jeden ZentiMeter Terrain mühsam erkämpfen. Einerseits nutzen unsere Gäste meine Toleranz schon schamlos aus! Andererseits macht es uns richtig stolz zu hören, daß ein GastHund zu Hause drei Tage lang der schönen Zeit bei uns nachgetrauert hat.
Das sind dann die Hunde, die schon 100 m vor der Ankunft bei uns ihre Freude laut zum Ausdruck bringen.
Übrigens hat unser Kampf ums Bett so geendet, daß mir ein kleiner Streifen am Rand vergönnt wurde. Und damit ich nicht hinausfalle, habe ich mich halt mit einem Bein auf dem Boden abgestützt.
Irgendwie blöd, nicht wahr?

-150- Ayleen, die selbstbewußte schöne Dame

20. März 2009

Ein Rüde hat im Garten heftig gescharrt, was bei der Ayleen große Neugier hervorgerufen hat. Nachdem sie der Meinung war, das Loch entspräche nun ihren Vorstellungen, hat sie den Rüden freundlich aber bestimmt auf die Seite gedrängt. Und was macht der blöde Rüde? Er geht brav zur Seite! Oh Ihr Männer! Was macht Ihr nicht alles für eine schöne Frau! Und als sie das Loch für sich alleine hatte, war es plötzlich doch nicht mehr so furchtbar interessant.

-149- Nichts für Leute, die sich vor Spinnen ekeln

11. März 2009

Also ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber mir hängt das unfreundliche kalte Wetter langsam zum Hals heraus. Außerdem mache ich mir nichts aus SkiFahren und unsere vierbeinigen PensionsGäste erst recht nicht.
Deshalb ist es nicht mehr als recht und billig, ein heiteres sommerliches Thema anzustimmen.
Also das war so:
Es war einmal eine prall gefüllte dicke Mutter-Spinne, die sich an einer kräftigen SpinnWebe am Haus hinunterließ, unten das Seil verzurrte und ein mächtiges Nest einrichtete.
Ich weiß leider nicht, wie lang es gedauert hat, aber zur richtigen Zeit, zur richtigen LuftTemperatur, zur richtigen LuftFeuchtigkeit und zur richtigen LuftBewegung brach plötzlich eine Hektik aus und eine RiesenArmee von winzigen Spinnchen machte sich in kürzesten Abständen auf den Weg nach oben. Wobei sie das gleiche Seil benutzt haben, das die Mutter vorher für den Abstieg gesponnen hat Absichtliche Planung?
Ich habe mir richtig eingebildet, sie beim AufStieg keuchen zu hören.
Ich war zwar in der Schule nicht gerade der Schlechteste am Seil (das heißt auf mainfränkisch: ich war der Vorturner :-) ), aber gegenüber dem, was mir da die kleinen Burschen geliefert haben, muß ich wie ein nasser Sack gewirkt haben.
Und jetzt kommt das Schönste: Sobald sie oben angekommen waren, haben sie aus ihrer SpinnDrüse einen dünnen langen Faden produziert, sich auf diesen gesetzt, sich vom Kletterseil abgestoßen und sind als perfekte LuftSchiffer in die Ferne davongeschwebt. Und da soll man nicht an Wunder glauben?
Ich habe mich regelrecht dabei ertappt, daß ich den kleinen tapferen Freunden nachgewunken habe.
Ich hoffe, ich habe jetzt dem einen oder anderen die SpinnenAngst ausgetrieben!
Und damit wir wieder auf die HundePension zurückkommen: Heute abend, wenn wir alle still in der Koje liegen, werde ich diese Story den Hunden erzählen!

-148- Hochmut kommt vor den Fall

07. Februar 2009

Ich werde mich hüten, demnächst wieder über einen Hund zu lachen, der auf unserem Glatteis ausrutscht.
Folgendes war passiert: Ein mächtiger BernerSennhund wollte elegant auf dem schrägen Weg hinuntergaloppieren und bekam auf dem Glatteis die Kurve nicht. Es hat ihn hingedroschen und anschließend ist er den Hang hinunter gepurzelt. Das hat, wie ich zu meiner Schande gestehen muß, bei mir einen regelrechten LachKrampf ausgelöst.
Am nächsten Tag bin ich den selben Weg gelaufen, mit glatten Sohlen . . . und prompt hat es mich an der gleichen Stelle hingedonnert. Aber wie!! Zum Glück war nichts gebrochen, wie sich beim Röntgen gezeigt hat. Aber auch eine RippenPrellung kann schon verdammt schmerzhaft sein _ und zieht sich hin! Ganz zu schweigen von der angeknacksten rechten Schulter.
Daß ich wieder auf die Beine kam, habe ich einem kleinen Bäumchen am WegRand zu verdanken, das sich selbst gepflanzt hat und das jetzt unter meinem besonderen Schutz steht

Warum ich nicht gestreut habe?

Aus drei Gründen:
Erstens ist Salz für HundePfoten nicht das Gelbe vom Ei.
Zweitens haben wir doch schon Februar! Und da sollte so etwas schnell wegtauen!
Und Drittens war ich zu faul.

Und außerdem, wo bleibt denn eigentlich die verdammte KlimaErwärmung?

-147- Der von uns allen geliebte Timmy

07. Februar 2009

Gestern hat ihn sein Frauchen wieder einmal abgeholt, was nicht unbedingt auf allgemeine Zustimmung gestoßen ist. Der Blacky hat sogar mit seiner Pfote durch den Gartenzaun nach ihm langen wollen, was in meinen Augen so viel hieß wie “Timmy bleib doch lieber bei uns!”. So recht konnte sich der Timmy auch nicht entscheiden, aber irgendwie ist er schon seinem Frauchen etwas schuldig.
Und wenn er nur die Katzen daheim zur Ordnung rufen muß.
So Gott will, Timmy Du kommst doch bald wieder zurück in Dein Rudel!

-146- Gäste im weitesten Sinn

03. Februar 2009

Wir haben in diesem Winter schon 50 Kg Sonnenblumenkörner, 7.5 kg Erdnüsse (ungesalzen!) und 100 Meisenknödel verfüttert. Wir wollen hier wirklich ein Paradies für alle Tiere schaffen (nicht für Zecken!)
.
Ich finde es irgendwie rührend, wenn Meisen mit ihrem Schnabel gegen unser Fenster klopfen, wenn ihre Futterstelle leer ist. Die Herrchen und Frauchen mögen mir bitte verzeihen, wenn ich einen Teil der Spenden aus der Hundekasse für Sonnenblumenkörner verwende. Immerhin kosten 25 Kg inzwischen ca.30 EUR! Außerdem lieben auch die Hunde eine natürliche Umwelt. Und dazu zählen auch Vögel!
Als Freund Chinas habe ich es bewundert, wie abgestorbene Bäume in die Gärten integriert und keineswegs wie hier als “Abfall” verbrannt werden. Und siehe da, wir hatten einen Buntspecht, für den ein solcher Baum voller Leckbissen steckte. Inzwischen sind vier Junge dazu gekommen, die uns mit ihrem Klopfen erfreuen.
Wer gibt uns vielleicht dafür einen Orden ;-) ?
Das sind zwar keine Haustiere, aber wo endet unser Haus??
Einmal konnte ich beobachten, wie sich ein Eichhörnchen offensichtlich von dem Geklopfe gestört fühlte. Von der Rückseite des Stamms schaute es einmal von rechts und dann von links um den Baum herum dem Störenfried zu. Der hat sich daraus garnichts gemacht. nur verärgert den Kopf geschüttelt und fleißig weiter gearbeitet.

-145- Hallo liebe Gastfamilie Wunderlich,

26. Januar 2009

ich bin`s, der “CHUCKY”. (Übrigens kennen Sie den Film “Chucky, die Mörderpuppe ? Diese hat mit mir nix zu tun)

Ich habe mich schon 2x kurz bei Ihnen vorgestellt, und werde vom 19.08.09 bis 04.09.09 bei Ihnen sein, und Ihre Nerven in Anspruch nehmen müssen.

Meine Leute sind nämlich zu dieser Zeit im Urlaub in Ägypten, und da kann ich leider nicht mit.

MEIN STECKBRIEF und alles was Sie über mich wissen sollten:

Geboren bin ich in Slowenien und die “Tierhilfe Franken” hat mich von dort, Gott sei Dank (sonst wäre ich jetzt schon im Himmel), von der Tötungsstation nach Deutschland geholt, ich war grad mal ca. sieben Monate alt.

Ich kam dann also nach Deutschland und hab natürlich kein Wort Deutsch verstanden. Eigentlich hab ich die ganze Welt nicht verstanden, weil ich in Slowenien damals die Außenwelt wahrscheinlich nie gesehen habe. (Was ist ein Wald, was ist ein Auto, und was ist in Herrgottsnamen ein Grashalm, oder eine Mülltonne)

Meine Familie hat mir aber in diesen 1 1/4 Jahren, wo ich jetzt hier bin, viel gezeigt.

Ich habe “Autofahren” gelernt, und das macht mir gar nix aus.

Das ich “mein Geschäft” nicht im Haus erledigen darf, weiß ich auch.

Das ich nicht am Tisch betteln brauche, weil ich da sowieso nix krieg`, habe ich auch vernommen.

Und der Tierarztbesuch ist auch nicht so schlimm, wie alle anderen Hunde sagen. Man muss halt ein bißchen “Hart sein”.

Ich habe die Grundkommandos wie z.B “Sitz”, “Platz”, “Bleib”, “Stop” (damit ist das Stehenbleiben gemeint”), “Nein” in der Hundeschule gelernt. Aber manchmal habe ich keine Lust darauf und lass es mir noch ein zweites Mal sagen. Manchmal glaub` ich, hör ich es auch einfach nicht (kann ich doch nix dafür). Und manchmal entschuldige ich es damit, dass ich eben “Ausländer” bin.

Das Kommando “NEIN” höre ich am häufigsten, woran das wohl liegen mag ? KEINE AHNUNG

Das Kommando “HIER” hab ich bis heute nicht ganz richtig verstanden. (Wo soll ich hin ?)

Und zum Kommando “Fuß” hab ich des öfteren meine eigenen Vorstellungen. Ich hab es eben immer eilig.

Meine Leute sind dann schon oftmals sauer (die Hundeschulen können doch nicht völlig umsonst gewesen sein! Oder wie kann man so vergesslich sein!), aber Gott sei Dank habe ich ja ganz tolle “Dackelaugen”.

Wenn Sie mir einen Gefallen tun wollen, sollten Sie doch bitte Gebäck, Kuchen oder sowas ähnlich Süßes irgendwo rumliegen lassen und am besten gleich vergessen, wo Sie es zuletzt gesehen haben. Wenn ich mich nämlich unbeaufsichtigt fühle, hol ich mir das dann dackel-schnell, ohne dass es jemand merkt. (Hihihi, ich kleiner Dieb)

Ich bin eigentlich mit anderen Hunden sehr verträglich. Bin auch keine Isolation gewohnt. Mein Frauchen ist sehr oft mit mir und vielen anderen Hunden in der Freizeit unterwegs. Und die meisten davon kann ich ganz gut leiden (Naja, ein paar Ausnahmen gibt es immer!). Aber mein Frauchen kann ja auch nicht alle Menschen leiden.

Allerdings zeige ich auch allen anderen Hunden, wenn ich die Schnauze vom Spielen und Herumtoben voll hab`, und dann ziemlich genervt bin. Dann fletsch` ich schon mal die Zähne und zieh die Nase nach oben. Ja manchmal hilft alleine schon das “Drohen”. Zugebissen hab ich bisher noch bei keinem anderen Hund, man verschwendet ja nicht sinnlos Energie.

Mein Wesen beschreiben meine Leute als sehr liebenswürdig. Ich bin halt teilweise ein rechter “HIPPELMEIER”. Wenn ich mich über irgendwas rießig freue, dann sprudel ich hippelig über. Ich fiepe (nicht bellen!) wie ein Vogel, hüpfe, laufe hin und her usw.
Das gleiche tue ich aber auch, wenn ich furchtbar aufgeregt bin.

Ich bin noch sehr verspielt und habe auch sehr viel Power. Ich würde stundenlang laufen, rennen, spielen und wie ein Känguruh springen. Das Känguruh ist ein guter Vergleich, denn ich springe wirklich so “aus dem Stand”. Eine “Portion Neugierde” hat mir der liebe Gott auch mitgegeben.

Zu Menschen bin ich generell die Liebenswürdigkeit in Person. Ich werde gerne gestreichelt und liebe das Schmusen über Alles. Ich bitte Sie deswegen, meine Streicheleinheiten auf keinen Fall zu vergessen.

Respekt habe ich vor großen Hunden. Um die mach ich erst mal einen größeren Bogen oder halte einen sicheren Abstand.
Wenn ich dann merke, daß diese ganz freundlich zu mir sind, spiele ich dann auch gerne mit. Ich will ja nicht die “beleidigte Leberwurst” sein, und somit alles verpassen.

Angst habe ich vor manchen Treppen. Die meisten Treppen laufe ich mittlerweile ohne Probleme rauf und runter. Aber es ist schon öfters vorgekommen, dass ich bei manchen Treppenauf-/Abgängen “Schiss” kriege und dann einfach stehen bleibe. Meistens dann, wenn es sich um “Offene Treppen” (wenn Sie wissen, was ich meine) handelt. Ich werde dann unsicher, und hab Angst, dass ich da durchrutsche oder runterfalle. KEINE AHNUNG was ich mir dabei denke. Meine Familie gibt mir dann durch Motivationsversuche die fehlende Sicherheit. Aber das klappt halt auch nicht immer ! Gott sei Dank wiege ich nicht so viel, dass mein Frauchen sich einen Bruch hebt, wenn Sie mich dann doch rauf/runtertragen muss. Das macht sie aber auch nur dann, damit sie nicht allzu lang dumm rumstehen muss.

Allergien sind meinem Frauchen bisher keine bekannt.

Krankheiten habe ich auch keine.
Ich muss manchmal bloß “rückwärts niesen” (so nennt das mein Tierarzt). Das sind kurze “Schnauf-Anfälle”, die sich dramatisch anhören. Die sind aber nicht lebensbedrohlich, und dauern auch nicht lang, bis sie vorbei sind. Manchmal habe ich Sie wochenlang gar nicht, und manchmal kommen sie kurz vor. Ich weiß nicht, von was das abhängig ist (hängt mit dem “Gaumen-Segel” im Rachen zusammen !)

Als ich ca. 1 Jahr alt war, gingen die Sexualhormone mit mir extrem durch. Ich wusste gar nicht, was mit mir passiert. Ich hatte ständig dieses Druckgefühl. Also hat mein Frauchen mit dem Tierarzt zusammen kurzen Prozess gemacht. Das war`s dann mit meiner “Männlichkeit”. Diese war zu Nichte gemacht.
Es ging mir auch gleich besser, der Druck war weg.

Aber “den Chef markieren” mach ich schon noch ganz gerne, man muss es ja nicht gleich jedem auf die Nase binden, daß man ein Kastrat ist.

Ich war bisher noch nie von Zuhause und meinen Leuten weg. Und mein Frauchen kann jetzt schon nicht mehr richtig schlafen, weil Sie weiß, das Sie mich für 2 Wochen abgeben muss.

Ich hoffe, dass Sie für mich Verständnis haben und mich vielleicht in Ihr Herz einschließen können. Das wäre SUPER !

Also, wenn es Ihnen recht ist, komme ich dann am 19.08.09 mal eben für längere Zeit bei Ihnen reingewatschelt. Bin schon gespannt, wie es mir bei Ihnen gefällt. Vielleicht vermiss` ich meine Leute bei Ihnen nicht gar so extrem, wie die das meinen.
Auf keinen Fall möchte ich Ihr “Nervenkostüm” während dieser Zeit zu sehr beanspruchen, und versuche, mich auch bei Ihnen anständig zu benehmen, so wie ich es Zuhause gelernt habe.

Hochachtungsvoll

CHUCKY
(Ich hab` 2 Bilder angehängt, weil ich so furchtbar photogen bin !)

-144- Aladin, unser Meerschwein

24. Januar 2009

Unser Sondergast Aladin ist extrem scheu und kommt kaum aus seinem Häuschen heraus. Jetzt hat man mir erzählt, daß sich Meerschweinchen offener verhalten, wenn sie Musik hören. Also habe ich in der Nähe ein Kofferradio mit eingebautem CassettenRecorder aufgestellt. Was macht man nicht alles!
Ich bin nur noch nicht sicher, welche Art von Musik Aladin wünscht.
Aber das werden wir schon noch herausbekommen! Immerhin lauscht er schon sehr aufmerksam . . . .
Na also. Klassische Musik scheint er zu mögen. Dann sitzt er auf seinem Häuschen und kullert vor sich hin. Was so klingt wie “schöhöhöhn”

-143- Die Schnüffler sind unterwegs

17. Januar 2009

wir haben ja ein gastliches Haus, aber wenn die Leute bei uns nur eine SightSeeingTour abhalten wollen, neige ich schon zum HinausWurf. Wenn wir sagen, wir kennen keine Zwinger- oder KäfigHaltung, hat das einfach zu genügen.
Jetzt hat man mich aber etwas verwirrt. Man hat uns erzählt, eine andere TierPension macht auf tierfreundlich und im Geheimen sind irgendwo (im Keller?) Boxen aufgestellt.
Ebensowenig kann ich das Wort “FamilienHaltung” akzeptieren, wenn die Hunde in der Wohnung an Haken in den Wänden angehängt sind. Die Welt ist schlecht und wir müssen noch viel lernen!
Also, liebe Freunde, ich habe mir schon überlegt, ob ich nicht WebCams aufstelle. Aber nur, damit die Herrchen im Urlaub ihre Hunde sehen können. Aber dann treibt sich die Meute doch wieder wo anders herum. Außerdem soll Urlaub zum Entspannen dienen! Also lassen wir´s dabei und Sie glauben mir . . . . oder Sie fragen einfach Ihren Hund!

-142- Ein Hund, dem es sichtlich bei uns gefallen hat.

16. Januar 2009

Bei der Abholung ist der Rocko wie ein Irrer zwischen seinen “beiden” Frauchen hin und her gesprungen und hat voller Begeisterung wie ein kleines Kind sein ganzes SpielZeug herbeigeschleppt. Alte Decken, QuietschTiere, Bälle, einfach alles.
Jetzt könnten wir ja eigentlich eifersüchtig sein, andererseits freuen wir uns darüber, daß der Rocko sein echtes Frauchen offensichtlich sehr gern hat und er sich auf das Heimgehen freut. Nichts wäre uns unangenehmer, wenn dem nícht so wäre. So wollen wir auch das Gefühl haben, daß die Tiere bei ihren Leuten gut aufgehoben sind.
Lieber spielen wir nur die zweite Geige, als daß wir aus moralischen Gründen darüber nachgrübeln müssen, ob wir einen Hund seinen möglicherweisen schlechten Besitzern zurückgeben sollen. Aber das Wohl des Hundes geht uns über alles.
Gott verschone uns vor einem solchen InteressenKonflikt!

-141- Ball Ball Ball zum zweiten

16. Januar 2009

Eigentlich heißt es ja in versauter AmiSprache “Kilroy was here”, aber bei uns heißt es besser

“Sally was here”

-140- Wer ist klüger?

16. Januar 2009

Wer ist klüger, Rüden oder Weibchen?
Als Mann muß ich leider sagen: anscheinend die Weibchen!
Wenn ein Rüde aus einer FutterSchüssel frißt, schiebt er sie auf einem glatten Boden ständig vor sich her. Ein Weibchen stellt einfach die Pfote in den Trog - und nichts verschiebt sich.
Anderes Beispiel:
Wir haben vor der Haustür einen Windfang mit zwei Öffnungen. Die eine kann man wegen dem LuftDurchzug mit einer GlasTür verschließen. Wenn die Herrschaften draußen sind und die Tür ist inzwischen geschlossen, glotzen sie verstört durch das Glas. Man bräuchte ja nur ums Haus herum gehen und von der anderen Seite kommen. Aber auf diese geniale Idee kann oder will ein Rüde erst garnicht kommen.
Andererseits kann das auch eine teuflische Taktik sein, um nicht als ArbeitsTier eingespannt zu werden. Ähnlich wie die Affen in Indien, von denen die Inder glauben, daß sie ihre Intelligenz nur geschickt verbergen.

-139- Wie und wo kommt man ins Bett?

13. Januar 2009

Der Eurasier Max darf sich neben das Bett meiner Frau zum Schlafen auf den Boten*) legen.
Jetzt hat aber unser Timmy verfügt, daß genau diese Stelle die einzig richtige ist, um ins Bett zu meiner Frau zu kommen. Obwohl es sich um ein französisches DoppelBett handelt, in das man bequem über vier laufende Meter steigen kann!
Aber doch nicht ein eigensinniger und sturer älterer Herr! Mit viel Gezeder versucht Timmy den Max von seinem Platz zu vertreiben. Der wäre natürlich dumm, wenn er sich das gefallen lassen würde.
Zum Glück läßt sich der Timmy nicht auf einen hoffnungslosen MachtKampf ein!
Wie endet das Fiasko? Natürlich, indem meine Frau nachts aufsteht, den Timmy packt und über den Max ins Bett hebt.
Jetzt kann endlich die Nachtruhe einkehren….

*) So weit bin ich schon! Als Franke mit von den Preussen aufgezwungenen Minderwertigkeitskomplexen schreibe ich jetzt schon statt “Boden” -> “Boten”. Oder muß es etwa “Poten” heißen :-) ?

-138- Duke der MöbelRücker

04. Januar 2009

Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber der Duke liebt es wahnsinnig, alle Möbel zu verschieben. Dazu stemmt er sich irgendwo im Liegen mit den Beinen ab und dann ist kein MöbelStück vor ihm sicher. Dieser Tage ist er wieder einmal bei uns aufgekreuzt und wie habe ich das spontan bemerkt? Ganz einfach: der PC an dem ich gearbeitet habe hat sich mitsamt seinem Tisch davon bewegt! Ich traue meinem PC zwar einiges zu, aber nicht, sich aus eigener Kraft zu bewegen!
Ansonsten hat sich seine Kastration sehr positiv ausgewirkt, er hat sogar eine Hündin, die plötzlich läufig wurde einfach ignoriert. Und er bietet mir jetzt auch mehr Platz an in meinem Bett ;-) .

.
Unter dem Eis bewegt sich doch etwas!
Übrigens war die EisDecke für das Rudel das Höchste.

-137- NeuJahr 2009

01. Januar 2009

Allen Freunden ein gesundes und gesegnetes 2009!
Wie zu erwarten mußten wir um Mitternacht alle trösten und das Pfötchen halten. Am schlimmsten war der Robin, der vor lauter Angst gezittert hat und sich am liebsten in mich hinein verkrochen hätte. Der Winnie wiederum war alles egal und sie hat ruhig weitergeschafen. Ich vermute fast, daß sie taub ist. Nach einer halben Stunde habe ich mir folgendes überlegt: Wir selbst ballern nicht, andererseits müssen die bösen Geister ja mit Lärm vertrieben werden. Deshalb haben wir die Hunde hinausgelassen, wo sie ihren Frust loswerden konnten. Und siehe da, welche schöne AntiLogik! Je mehr sie gebellt haben, desto mehr hat sich die Knallerei zurückgezogen! Irgendwann war es den anderen wohl zu kalt (oder sie haben ihr Pulver verschossen)! Sichtlich beruhigt und als Sieger sind die Unseren dann wieder ins Haus gekommen. Ich hoffe, daß wir damit die ideale HundeSchule waren und dem Einen oder Anderen die Angst vor der Ballerei genommen haben.
Und weil wir uns auch etwas Gutes antun wollen und weil die NebenKosten doch recht hoch sind, haben wir uns entschlossen, den TagesSatz auf 10EUR zu erhöhen. Wir bitten um Euer Verständnis

-136- Das Rudel

30. Dezember 2008

Im Moment sind wir ausnahmsweise mächtig belegt. Ich kann halt nicht NEIN sagen, wenn jemand über Silvester zum SchiFahren will, außerdem fühlen sich die Hunde bei uns offensichtlich wohl. Und die Vorstellung, ein abgewiesener Hund könnte an einem RastPlatz “verloren” gehen, würde mich krank machen. Und zusätzlich ist Weihnachten, das Fest der Liebe! Die Affaire mit dem Bobby habe ich noch in schlechtester Erinnerung. Aber meine StammKunden denken da gottseidank wie ich.
Zugegeben, zwischen unkastrierten Rüden gibt es schon kleine Machtkämpfe, aber ältere erfahrene Hunde greifen da erstaunlicherweise friedensstiftend ein. Heute haben sie alle aus Übermut und Freude ein Rennen im Grundstück veranstaltet, was auf dem hart gefrorenen Boden wie eine Stampede geklungen hat. Ich bin vorsichtshalber zur Seite getreten, um nicht “plattgemacht” zu werden.
Ich kann es nicht oft genug betonen: wenn ich diese LebensFreude sehe, fühle ich mich gleich wieder jung. Und so hat jeder etwas davon!

-135- Weihnacht 2008

24. Dezember 2008

Die TierPension Wunderlich mit allen z.Zt. anwesenden Tieren wünscht allen Herrchen und Frauchen, die uns bis jetzt schon beehrt haben, fröhliche und gesegnete Weihnachten!

Das gilt auch für alle ehemaligen Gäste, die sich in die ewigen JagdGründe verzogen haben.
Denkt an uns, so wie wir an Euch denken und feiert schön da drüben, irgendwann und irgendwo werden wir uns schon wieder treffen!

Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns auch für die Geschenke, die die TierPension erhalten hat und die wir gezielt an die Tiere als Spielzeug, Naschereien usw weitergegeben haben.

Auch heuer fällt bei uns der ChristBaum wegen den bereits vor einem Jahr erwähnten Gründen aus.
Und an die, deren Tiere bei uns zu Gast sind:
Der fehlende Baum tut der allgemeinen Harmonie keinen Abbruch!

-134- FitnessTraining

21. Dezember 2008

Heute haben wir zwei neue Hunde bekommen, die die reinsten Aufmischer und Animateure sind. Sie haben die anderen Hunde einen ganzen Nachmittag so herumgejagt, daß diese einfach kaputt waren. Beim Fernsehen, wo sie normalerweise faul herum liegen, lagen sie zwar auch herum. Aber eher wie tot. Kein Hundegebell im Film hat sie irgendwie angemacht. Nicht einmal meine Bemerkung, daß ich jetzt schlafen gehe, hat das übliche Aufspringen und das sich heftige Schütteln ausgelöst. Hinter geschlossenen Augen kam höchstens die Botschaft hervor: “Ach geh´ nur und unser BettHupferl kannst Du auch gleich selber essen!”.

Na ja, wenigstens hatten sie etwas gesunde Gymnastik.
Übrigens auch unser älterer Herr, der kleine Timmy, der sonst immer von allen fremdartigen Aktivitäten “dringend abrät”.

-133- Max, der SteineSchleuderer

19. Dezember 2008

Wenn der Max draußen markiert, wird anschließend heftig gescharrt, damit der Duft auch wirklich fein verteilt ist. Wenn das Ganze auf einem Kiesweg passiert, empfiehlt es sich dringend, einen gehörigen Abstand einzuhalten! Der Max macht mit seinen strammen HinterLäufen aus dem Kies nämlich gefährliche KampfGeschosse, die man tunlichst nicht ans Bein bekommen sollte.
Aber ErdBrocken reichen auch schon aus!

-132- FeedBack ?

18. Dezember 2008

Hallo Freunde,
ich fühle mich geehrt, wenn man mich fragt, ob ich krank war, weil man so lang nichts von mir gehört hat. Also scheint man ab und zu in meinem Blog zu lesen. Warum macht Ihr Euch nicht auch einmal die Mühe, ein paar Zeilen zu schreiben? Einfach “Kommentare” anklicken und los geht´s.
Sie können es natürlich auch so halten: “Wenn Ihnen ein Eintrag gefällt, sagen Sie´s weiter, wenn nicht, dann sagen Sie´s mir!”

-131- Max, der Eurasier

17. Dezember 2008

Momentan beehrt uns wieder einmal unser alter Grantler Max. Bevor er ins Haus kommt, muß erst einmal alles markiert werden. Ich wundere mich immer wieder, wieviel DuftWasser in so einen Hund hinein paßt!
Im Haus möchte er ja auch ganz gerne alles markieren, aber da passen wir schon auf (so weit wie möglich!).
Wo und wie die FreundschaftsGrenzen gesetzt werden, durchschaue ich nicht. Jedenfalls bekommt der eine Hund NasenStupser und der andere ZähneFletschen angeboten. Und das reproduzierbar! Das bedeutet für uns Einiges an Umständen, wie z.B. getrenntes Halten. Zum Glück hat der Max ein großes SchlafBedürfnis und am liebsten ist er separat in einem eigenen Zimmer. Wenn er maulend und mürrisch immer wieder herauskommt, heißt das, er will jetzt endlich seine verdammte Ruhe haben. Erst, wenn wir die Tür möglichst abschließen. ist er zufrieden und schläft seine vier Stunden hintereinander weg. Anschließend meldet er sich mit Winseln und Jaulen.
Zornig wird er, wenn er hinaus will und die Tür ist von anderen Hunden blockiert. Dann schnappt er nach allem, was ihm im Weg ist. Mein Arm kann ein Lied davon singen!

-130- So verstehen Hunde deutsch

29. November 2008

Heute nacht hatte ich das Gefühl, daß der Blacky hinaus muß. Also zur Tür mit der Mahnung:

“Blacky, Du machst jetzt draußen schön dein Gschäftchen und kommst dann gleich wieder herein. OK Blacky?”

Was der Hund jedoch nach meinem Gefühl in Wirklichkeit verstanden hat, war:

“Blacky bla blah balla bla bla balla blah bla Blacky!”

So war´s dann auch

-129- Der ultimative BildschirmReiniger

27. November 2008

Sie erhalten ihn, wenn Sie den unteren Link anklicken.

Eine halbe Stunde arbeiten lassen und dann mit einem trockenen Tuch nachwischen.
Am Ende eine Seite zurück (backspace).
Das ist alles!

http://www.kn34.com/screenclean.swf

-128- Paco, das liebe Monster

24. November 2008

Ob wir Hunde wie den Paco überhaupt halten dürfen? Immerhin könnte er ohne weiteres als Panther durchgehen. Hinzu kommt, daß er eine tiefe und mächtige Stimme hat Wenn er nachts schnarcht, ist an Schlaf nicht zu denken! Heute nacht habe ich ihn wachgerüttelt, damit er mit seiner Schnarcherei endlich aufhört. Und was hat er gemeint? Er dachte, er soll zu mir ins Bett kommen. Versuchen Sie einmal, einen ZweiZentnerHund aus dem Bett zu schubsen! Mir blieb nur übrig, meine Beine aus dem Bett hängen zu lassen und halb im Sitzen zu schlafen. Dabei ist in mir der Plan gereift, mir ein StockBett zuzulegen oder wenigstens eine HängeMatte aufzuspannen!

Ist es nicht rührend, wie vertrauensvoll der Kleine unten den Paco anhimmelt? Diese Art von Harmonie versuchen wir zu erreichen! Ich glaube nicht, daß so etwas bei einer KäfigHaltung möglich ist! Wenn mir aber eine GeistesKranke (wie leider geschehen) KampfHunde unterjubelt, dann ist die ganze Harmonie im Eimer.

****  Hallo Du! . . . . Wollen wir nicht Freunde sein?  ****

-127- Die genasführten Hunde

24. November 2008

Zur Aufforderung zum Spielen werfen wir immer TennisBälle an unserem Hang hinunter. Jetzt haben wir zum WinterEinbruch SchneeBälle verwendet. Jetzt war aber das Problem das: Wie soll man einen SchneeBall im Schnee finden? Voller Hektik wurde der Schnee durchwühlt. Dabei wurde der SchneeBall naturgemäß immer kleiner und unsichtbarer.

Jetzt können sie wenigstens etwas über das Wesen der Physik nachgrübeln.

-126- Timmy, der BeamtenTyp

24. November 2008

Letzten Freitag sollte Timmy schon um die MittagsZeit abgeholt werden. Das war ihm von der Planung her viel zu bald und paßte ihm überhaupt und sowieso nicht. Jetzt kann man stolz glauben, daß er unbedingt noch bei uns bleiben wollte. So wie er sich mit den VorderPfoten von der GartenTür abgestemmt hat! Allerdings bin ich realistisch genug zu wissen, daß die Zeit in seinen Augen einfach nicht die richtige war.
Immerhin war es noch viel zu hell.
Oh Timmy, du mußt uns halt noch viel Ordnung beibringen!

-125- Chikago und seine Hunde

01. November 2008

Sagt mal. Wie viele Hunde hat Chikago eigentlich? Heute bringt man uns den dritten GastHund aus dieser schönen und interessanten Stadt! Statistisch gesehen schon etwas merkwürdig.
Vielleicht sollten wir dort drüben eine Niederlassung gründen ;-)

Entschuldigung! Ich muß jetzt über Chikago schreiben, auch wenn das mit der TierPension überhaupt nichts zu tun hat! Die Stadt ist das genaue Gegenteil von Altdorf, nicht etwa wegen den prächtigen Einrichtungen, sondern wegen den freundlichen Menschen. Allein die Ankunft mit der Amtrak(!!!) war ein Erlebnis, wenn sie auch nicht in die BahnhofsHalle einbrach (kennt jemand den Film?). Auf der Straße fragte ich nach meinem Hotel, sofort wurde das Handy gezückt und die Nummer angerufen, die ich auf einem Merkzettel hatte. Nachher wurde ich detailgenau informiert, einschließlich der Tatsache, daß ich an der U-Bahnstation in ein Shuttle steigen soll, das mir das Hotel schickt. Im recht preisgünstigen Hotel in der Nähe des Flughafens habe ich nach dem Aufpreis gefragt, wenn ich meinen Reisebegleiter mit ins Zimmer nehme. Antwort: Selbstverständlich nichts. Dann die Frage, was das zusätzliche Frühstück kostet. Antwort: Selbstverständlich auch nichts.
Beim Frühstück kam jemand vom Nachbartisch und hat höflich gefragt, ob er uns Gesellschaft leisten dürfe. Er habe uns deutsch sprechen hören und er sei als Soldat in dem wunderschönen Schwarzwald gewesen. Ja, ihr Altdorfer! So läuft das im Ausland!
Ein Busfahrer hat mich höflich aber deutlich aufgeklärt, ich sei schief gewickelt, wenn ich hier zum See wolle. It´s not the sea, it´s a lake! Dort wollte ich in eine Ausstellung. Halber Preis für Senioren. So habe ich an der Kasse mein Alter um 15 Jahre erhöht, was bei der jungen Dame keinen noch so flüchtigen, prüfenden Blick ausgelöst hat. Wenn einer sagt, er sei 70, dann ist er eben 70. So habe ich das Chikago Symphony Orchestra unter der Leitung von Daniel Bahrenboim besucht. Fast umsonst, denn 10 Minuten vor Beginn werden die Türen verschlossen und wer dann im Foyer ist, kann die freien Plätze für ein Spottgeld ersteigern. Und ich bekam dafür DIE PASTORALE VON BEETHOVEN zu hören! Um Bahrenboim an seine Zeit in München zu erinnern, und weil mir einfach danach war, habe ich am Ende laut ´Bravo, Bravo´ gebrüllt. Den bösen Blick, den mir Bahrenboim zuwarf, werde ich nie vergessen. Wenn in den Staaten einer etwas macht, was gut ankommt, machen alle mit. Und zu meiner diebischen Freude fiel bald das halbe Publikum in die Bravo-Rufe ein.
Ein anderes Mal trieb ich mich in einem Viertel, wo Menschen wohnen, die eine schwarze Hautfarbe haben (ächz, stöhn) herum, wo ich nicht mehr wußte, wo ich bin. Selbstbewußt habe ich eine Bande Jugendlicher nach der nächsten U-Bahn gefragt. Und siehe da, man hat mir fast ein wenig ängstlich Auskunft gegeben. Vielleicht war auch der Texas-Hut schuld, den ich provozierend auf dem Kopf trug.
Und so gäbe es noch viele schöne Erlebnisse zu berichten, aber wir sind ja hier in der Tierpension-Wunderlich und nicht in CHI ! Sorry !

-124- Timmy, der UnErgründliche

01. November 2008

Vor einiger Zeit habe ich berichtet, daß der Timmy eine Vorspeise erwartet. Das haben wir still und heimlich einschlafen lassen. Jetzt ist ihm wohl wieder eingefallen, daß da wieder einmal irgend etwas falsch läuft. Prompt ist er in einen HungerStreik verfallen, bis uns die fehlende VorSpeise eingefallen ist (”Wurst gewürfelt nicht gescheibt!”). Jetzt kann er das Futter wieder gelten lassen!
Jetzt wird mancher denken: spinnen die Wunderlichs denn komplett?
Mag ja sein, aber wir lieben die Tiere und wir finden ein solches gegenseitiges Verhalten äußerst amüsant!

-123- Timmy, der Penible

21. Oktober 2008

Auf dem üblichen Weg am Montag zu uns, hat ihn sein Frauchen erst einmal beim Tierarzt vorbeigebracht. Nicht daß der Timmy etwas gegen den Tierarzt hat, aber die Abweichung vom üblichen Ablauf war ihm schon äußerst zuwider. Und er hat seinen Unwillen deutlich zum Ausdruck gebracht. Damit das “Chaos” für ihn sein Ende hat, hat er bei uns sehr lange und sehr gewissenhaft wiederholt alles überprüft, ob wenigstens bei uns alles seine Ordnung hat. Offensichtlich war er zufrieden und er konnte sich schlafen legen, nicht ohne vorher zu schnuppern, ob seine Decke inzwischen gefälligst gewaschen wurde.

-122- Unser AngelKind

19. Oktober 2008

Angel! Angel!

Über Dich finde ich keinen einzigen Beitrag! Sollte ich Dich die ganze Zeit übergangen haben? Wo Du doch so eine attraktive kleine Dame bist! Ob Du Deinen Urlaub bei uns genossen hast, weiß ich nicht. Immerhin hattest Du es mit einigen SittenStrolchen zu tun, aber Du hast Dich wacker verteidigt. Manchmal für meine Ohren etwas zu wacker! Und wenn es Dir zu blöd wurde, hast Du Dich einfach in die Dusche verzogen.
Jedenfalls fandest Du es gemütlich, neben meiner Frau auf der Couch zu sitzen und fernzusehen.

Alla Angel (=pfälzisch)! Jederzeit herzlich willkommen. Wir verteidigen Dich schon…


Wenn sich ein Hund so auf dem Rücken wälzt, ist unter ihm entweder ein SchafMist oder ein toter MaulWurf…

-121- BLACKY, der Spanier

19. Oktober 2008

Tierhilfe ist auch uns ein großes Anliegen. Im Moment haben wir nach der behördlich vorgeschriebenen QuarantäneZeit einen Gast (und als solcher genießt er selbstverständlich volles GastRecht), der durch sein ungezügeltes früheres Leben ein richtiger schwarzer Satan in Person ist. Nichts ist vor ihm sicher, keine TischDecke, keine Zeitung und keine CloPapierRolle (aus denen kann man so schöne LuftSchlangen machen!). Ansonsten ist er sozial sehr ausgeglichen, nur eben extrem verspielt. Jeden Handgriff beobachtet er aufmerksam, so daß er inzwischen jede Tür öffnen kann.

Mittags bekommen die Burschen jeder ein Stück Pansen.
Jetzt hatte BLACKY ein mächtiges Problem. Er hatte nämlich einen TennisBall im Maul, den er nicht hergeben wollte. Andererseits hat ihn der Pansen heftig animiert. Aus Verzweiflung kamen jetzt SturzBäche von Speichel aus seinem Maul. Endlich hat er (von sich aus!) begriffen, daß das eine das andere ausschließt, den Ball verschmäht und glücklich nach dem Pansen gegriffen.

Unser BLACKY

-120- Duke, der Herzog

19. Oktober 2008

Nachdem Duke auf unsere Empfehlung hin kastriert wurde, ist er jetzt kein Streuner mehr, hat ein herrlich weiches und dichtes schwarzes Fell und liegt ständig zu meinen Füßen. Was sehr angenehm ist, wenn auch etwas lästig, wenn man schnell mal aufstehen will. Na ja, dann will man halt nicht “mal schnell aufstehen”. So hat er mich auch als Schlafgenossen auserkoren. Deshalb muß ich bei diesem RiesenKerl immer schnell im Bett sein, um wenigstens einigermaßen Platz zu haben. Leider schleicht er erst nach Stunden heimlich aus dem Bett und ich brauche dann eine ganze Stunde um zu begreifen, daß ich mich jetzt wieder ausstrecken kann.
Wer jetzt glaubt, wir leben in einem IrrenHaus, dem sei folgendes gesagt: Krankheitsbedingt mußte ich wegen einem möglicherweise erlittenen SchlagAnfall (nichts Genaues weiß man natürlich nicht, ist ja auch streng geheim) eine gute Woche in einem KrankenHaus in der UmGebung verbringen.
Wer hier das IrrenHaus ist, darüber bin ich im Grübeln und bin mir noch gar nicht so sicher!

Übrigens hat eine liebe Kundin ein verliebtes Auge auf den Duke geworfen.
Also Vorsicht Duke!!!

-119- Verstanden ist verstanden

13. September 2008

Ein “Noch”-Welpe ist trotz aller ErMahnungen nicht stubenrein. Nach vielem Schimpfen hat er endlich begriffen, daß man nicht in die Wohnung macht und er ist vor die HausTür zum GschäftleMachen.
Jetzt haben Hunde ja manchmal eine teuflisch perverse Logik drauf. Was hat er gemacht? Prompt außerhalb (immerhin!) der Wohnung auf den FußAbstreifer gekackt. Was ja eigentlich optisch sehr gut paßt; der FußAbstreifer ist nämlich auch braun. Das heißt man kann noch bequemer hineintreten.
Soll ich darüber lachen oder weinen?

-118- Barkley, ein enttäuschter Besucher

07. September 2008

Voller VorFreude kam heute wieder einmal der Barkley zu uns. Alle Hunde wurden beschnuppert und er hat jedesmal traurig gewinselt, weil sein Freund Krümel nicht dabei war. Er konnte ja nicht wissen, daß wir unseren Krümel haben einschläfern lassen müssen. Bei einem Hund war er geruchsmäßig etwas verwirrt. Im Prinzip hätte es ja der Krümel sein können, nur das Drum/Herum war für Barkley falsch. Als uns einfiel, daß der betreffende Hund das LederHalsBand vom Krümel umhatte, war uns alles klar.
Aus verständlichen Gründen habe ich über den Tod von Krümel nicht groß geschrieben, aber jetzt kommt der TrennungsSchmerz wieder hoch.
Hoffentlich findet Barkley bei uns wenigstens einen neuen Freund! Wir können nur versuchen, ihm den AufEnthalt so schön wie möglich zu machen.
Und da gibt es doch tatsächlich Leute, die von sich auf andere LebeWesen schließen und behaupten, ein Tier habe nach kurzer Zeit alles wieder vergessen!

-117- Mu lti Ku lti

05. September 2008

Irgendwann muß ich mir doch einmal eine virtuelle FlaggenSammlung zulegen. Nach der Geschichte mit dem Ungar und seinem Sohn in Amerika (siehe “nur so..”) fällt mir noch so einiges in puncto FremdLänder ein. Im Moment haben wir einen Rüden aus Israel und ein Hunde-Mädchen aus Chikago/USA. Da gab es noch Gäste aus dem Iran, aus England, aus Tschechien, aus der DDR (Entschuldigung!), aus Polen, aus Argentinien, aus Kanada, aus Österreich, aus Griechenland, aus Rumänien und verschiedenen anderen Ländern, die mir im Moment nicht so einfallen.
Aus Spanien und Portugal Hunde, die von der TierHilfe gerettet wurden und bei uns einen ZwischenAufenthalt hatten.

Und praktischerweise versteht keiner von denen einen Befehl.
Nur wenn es ans Essen geht . . . das verstehen sie plötzlich alle!

-116- Das Mißverständnis

05. September 2008

Leider oder Gott sei Dank haben wir mit den Hunden so viel am Hals, daß ich nicht einmal zum Schreiben von dummen Gschichtli komme.
Aber so viel Zeit muß sein:
Am Montag kam Timmy wie gewöhnlich zu uns. Meine Frau wollte, daß er sich noch einmal an der GartenTür von seinem Frauchen verabschieden kann und hat ihn von innen hochgehoben. Jetzt hat der Timmy gemeint, er soll wieder zurück gegeben werden und er hat gejammert: ” Ich bin doch gerade erst gekommen. Warum soll ich denn schon wieder gehen?” und sich dabei mit seinen Pfoten kräftig vom Zaun weggedrückt.

Danke Timmy, Du hast uns damit aber mächtig viel Ehre erwiesen!

Wie üblich hat man in solchen Momenten nie eine Kamera bei der Hand!

-115- Der “Oimel” Benny

26. August 2008

Wer nicht weiß, was ein Oimel ist, der muß halt einen Hessen fragen.
Der Benny war der Bursche, der einen Igel regelrecht aufgeschlitzt hat. Und der TierArzt hat ihn wieder perfekt repariert. Dennoch kann man dem Benny nicht böse sein, er weiß halt einfach nicht, wohin mit seiner Kraft. Mit ihm an der Leine spazieren zu gehen, erfordert verdammt viel StandFestigkeit!
Mir hat er einmal fast einen Finger abgebissen, was ich ihm auch nicht übel nehme. Immerhin hat er sich heftig bei mir entschuldigt und es hat ihm sehr leid getan.
Als er heute geholt wurde, konnte er sich nicht oft genug von uns verabschieden, obwohl wir ihn wegen dem Risiko separat halten mußten. Er ist kein durchgeknallter KampfHund, sondern einfach ein verspieltes KraftPaket. Aber die separate Haltung hat ihn kaum gestört.
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-114- In einer HundePension lernt man so einige VerhaltensMuster

23. August 2008

Meine Frau kam nachts von einem Besuch heim, wobei sie einen EinkaufsWagen hinter sich her zog. Einer von den Typen, die sich nachts in diesem typischen BiedermannKaff herumtreiben, meinte, meiner Frau den Wagen entreißen zu müssen, um ihr zu zeigen, daß er alles viel besser kann. Was macht eine Frau in so einem Fall? Um Hilfe rufen? Nein, sie macht das, was wir mit unseren Hunden machen, wenn sie sich ungezogen benehmen: sie ruft ein lautes heftiges und scharfes ” A U S ! “. Und siehe da: auch ein Mensch versteht die HundeSprache und weicht erschrocken zurück. Nachher hat sich der junge Mann sogar für sein Benehmen entschuldigt.

-113- Der DreifachHund mit acht Pfoten

23. August 2008

Rüden können ganz schön pervers sein! Da haben wir einen kleinen Rüden, an den sich dauernd ein anderer Rüde klammert und so rennen sie dann durch das Grundstück. Das war ja schon etwas pervers, aber jetzt kam es noch schlimmer. Ein dritter Rüde meint, es muß sich auch anklammern und jetzt rennen sie zu Dritt auf acht Pfoten herum. Hinzu kommt, daß alle drei kastriert sind! Wer Schwierigkeiten hat, die Stellage optisch nachzuvollziehen, muß sich halt eine Skizze machen.
Zum Fotografieren hat es noch nicht gereicht, weil alles immer viel zu hektisch ist.
Außerdem will ich nicht gegen das JugendSchutzGesetz verstoßen ;-)

-112- An jemand, der von Menschenkenntnis keine Ahnung hat und glaubt, uns an einem Sonntag examinieren zu müssen.

20. August 2008

Wir bestätigen den Storno. Ich persönlich bin sehr froh darüber, denn so habe ich wenigstens mehr Platz zum Schlafen.
Die Lösung mit dem Sohn als HundeSitter ist wohl nicht schon vorher eingefallen? Ob das für einen Hund wirklich die “allerbeste Lösung” ist, wie es heißt, wage ich sehr zu bezweifeln!
Bevor man rechtschaffenen Leuten die Zeit am Sonntag mit (wie in unserem Fall) unhöflichen Fragen stiehlt, sollten man sich vielleicht vorher über sie in ihrem WebBlog schlau machen. Angenommen und nur als Beispiel: Auf welchen Matratzen unsere Gäste schlafen, kann jemand doch nun wirklich völlig egal sein, HauptSache, die Gäste fühlen sich bei uns wohl.
Und wenn ein Gast bei mir im Bett schlafen will, dann schläft er eben bei mir im Bett. Das GastRecht ist mir heilig und Urlaub ist Urlaub!
Damit man sieht, wie ernst ich als AraberFreund die Angelegenheit nehme: Das GastRecht hat derjenige sich leider bei mir verscherzt!

Noch ein Hinweis an anständige Leute: Entschuldigung! Ich schreibe das nur, um meinen Frust loszuwerden. Wo kommen wir denn hin, wenn ein ordentlich geschlossener Vertrag nicht etwa mit ein paar freundlichen, entschuldigenden Worten per Telefon, sondern eher beiläufig per eMail gekündigt wird.
Die feine arabische Art ist das jedenfalls nicht.
Und noch ein kostenloser, wichtiger Tipp: Wenn ein Araber sagt, er sperre seine Gäste nicht in Zwinger oder Käfige ein, dann sollte man ihm das um Allahs Willen schon glauben!

-111a- Neues vom Timmy

19. August 2008

Heute hat der Timmy einen großen Hund auf der Treppe regelrecht angebrüllt, er solle gefälligst auf die Seite gehen, denn er, der Herr Timmy, habe die Absicht und habe verfügt, hier vorbei zugehen.
Und was soll ich sagen? Der große Hund hat sich artig verdrückt!
Jetzt bleibt nur noch zu erwähnen, daß der Timmy sich ganz stolz zu seinem Frauchen an der Gartentür umgedreht hat. “Da siehst Du einmal, was für ein toller Bursche ich bin!”
Inzwischen hält er sich wohl für den RudelFührer und fordert die anderen auf, ihm zu folgen. Das klingt dann so ähnlich wie: “À moi! Les enfants de la patrie!”. Allerdings benutzt er nicht den drohend langsamen Gang der Legionäre, sondern den typischen tänzelnden TimmySpurt. Der Text ist bewußt falsch, aber die FremdenLegionäre unter Euch werden wohl wissen, wie das richtig klingen muß. Ich war einmal mit einem LegionärsFreund in eine WirtshausSchlägerei verwickelt und der hat etwas ähnliches gerufen. Die Reaktion, wie mehrere Gestalten spontan aufgesprungen sind, um uns zu unterstützen, war traumhaft schön.
Vive Le Légion Etrangère!
Entschuldigung, ich bin schon wieder abgewichen.

Timmy, Timmy, daß Du mir ja nicht übertreibst!
Hast Du die Episode mit dem KampfHund schon wieder vergessen?

-111- Benji, unser Knappe

18. August 2008

Der Benji hat sich eine wahnsinnige Aufgabe gestellt. Er muß im ganzen GrundStück Löcher graben. Warum, weiß er auch nicht so genau. Auf jeden Fall ist er total erschöpft, wenn er von seinen BauStellen heimkommt. Vielleicht hat er mitbekommen, daß wir Brennholz bekommen haben und meint vielleicht, er muß uns jetzt seinerseits mit einer ErdÖlQuelle entschädigen. Die Arbeit könnte er sich sparen, denn wenn er fündig wäre, gehörte das Öl allen möglichen Leuten wie den Amis, nur nicht uns! Warum? Weil uns alles nur bis zu einer bestimmten Teufe (bergmännisch:Tiefe unter der OberFläche, nicht unter NormalNull!) gehört.
Also, wenn es Dir Spaß macht, buddle weiter. Vielleicht findest Du ja einen Schatz, den wir uns dann heimlich und ehrlich teilen. Aber nicht weitersagen !!!
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-110- Unsere OberSchlauen

17. August 2008

Vor dem SchlafenGehen bekommen alle ihr BettHupferl. Und ich zähle da schon ab, ob alle ehrlich bedient werden. Daß eines fehlt, kann ja mal vorkommen, daß am nächsten Tag wieder eines fehlt, kann auch vorkommen. Aber beim dritten Mal wird man stutzig.
Und siehe da: Einer der Herrschaften versteht es meisterhaft, ein hartes Stück Pansen, zigarrengroß, so im Rachen zu deponieren, daß man glaubt, er habe noch nichts bekommen und er läßt sich blauäugig eine zweite Portion geben. Immerhin hat unser Krümel auch einmal ein KatzenBaby im Maul heimlich spazierengetragen.
Manchmal frage ich mich, wer ist schlauer, die Feliden (Katzenähnliche) oder die Caniden (Hundeähnliche).
Aber in einem sind sie sich beide oberschlau einig: sie halten beide die Hominiden (Menschenähnliche ;-) ) kräftig zum Narren!

-109- EichHörnchen und Hunde

15. August 2008

Was geht eigentlich im Kopf eines Hundes vor, wenn er unterwegs ein EichHörnchen sieht? Wenn er eine Katze sieht: na ja … Aber ein EichHörnchen!!! Da muß man die Leine schon sehr fest halten!!! … und gut auf den Beinen sein!!!
Daheim ist es genau so schlimm. Wir haben Bäume vor dem Fenster und wenn unsere EichHörnchen in ihnen herumtoben, sollte man besser die Stores aufmachen, damit nicht alles in Fetzen zerkleinert wird. Im Garten habe ich da keinerlei Bedenken, denn die kleinen Teufel kümmern sich einen Dreck um die Hunde und halten sie anscheinend sogar zum Narren. Also alles nur action oder was? Jetzt werden langsam wieder die HaselNüsse usw vergraben und im Winter kann sich keiner mehr daran erinnern, wo …
Macht auch nichts, so haben wir wenigstens jede Menge HaselNußSträucher … kostenlos gepflanzt von HobbyGärtnern. Und die Hunde haben eine AufGabe, sie wieder auszugraben!

-108- Sich suhlen

14. August 2008

LabradorHunde lieben es, sich im kleinsten SchlammLoch zu wälzen (=zu suhlen). Wenn man dabei noch UnterWasserPflanzen ausreißen kann, umso besser! Damit bei dieser Gelegenheit kein Wasser in die Nase kommt, hilft ihnen ein kleiner Trick: man läßt ständig Luft durch die Nase entweichen. Das sieht dann ganz putzig aus: ein HundeKopf halb unter Wasser und um ihn herum blubbern LuftBlasen hoch. Und nachdem Hunde einen mächtigen BrustKorb haben, geht das eine ganze Weile lang gut.

-107- Das große AbendMahl

14. August 2008

… und das alles ohne BlutBad (s.u.)
Geben Sie´s auf, zählen zu wollen …

-106- TierPensionErlebnis

12. August 2008

Wenn jemand das Gefühl hat, bei uns läuft alles harmonisch und problemlos, ehrt uns das zwar sehr. Aber das Gefühl sollte nicht so weit gehen, jetzt selbst eine TierPension eröffnen zu wollen. Nicht daß wir Konkurrenz scheuen, aber leider sind die Menschen, mit denen man es dann zu tun hat nicht unbedingt alle Engel.
Wir sind soeben zum Glück wegen erwiesener UnSchuld von der harten Anzeige der TierQuälerei freigesprochen worden, aber es war und bleibt ein häßliches Erlebnis.

Was war geschehen?
Eine selbstbewußte Dame brachte uns zwei “reizende und g a n z liebe” sechs Monate alte Welpen, weil sie dringend mal eben nach NY jetten mußte. Mein Verdacht, daß mit denen etwas nicht stimmt, hat sich sofort beim Füttern gezeigt, weil sie wie verrückt übereinander hergefallen sind. Die Mutter hat mir bestätigt, daß es in ihrer Küche vor Blut manchmal wie auf einem SchlachtFeld aussieht. Wir sollten die Welpen bei Verletzungen ja nicht zum Tierarzt bringen, denn Zitat: “Je schneller sie verrecken desto besser”, Zitat Ende. Nachher wollte sie sich an nichts mehr erinnern können.
Die beiden MiniBullTerrier gelten merkwürdigerweise in Bayern nicht als KampfHunde, sonst hätten wir sie lt. dem Hl.VeterinärAmt erst garnicht aufnehmen dürfen. Den einen wenigstens haben wir nach zwei Tagen wieder abholen lassen.
Was sich der andere geleistet hat war schrecklich.
Ausgerechnet unseren Liebling Timmy hat er am Kopf gepackt und nicht mehr losgelassen. Obwohl ihn meine Frau an den Hinterläufen hochgehalten hat und ich versucht habe, das Maul mit den Händen zu öffnen. Erstens ist das so einfach wie einen SchraubStock öffnen zu wollen und zweitens ist es nicht ganz ungefährlich. Das AngstGeschrei von Timmy und meine ganze HoffnungsLosigkeit hat mich dazu gezwungen, nach einem spitzen Gegenstand in der Nähe zu greifen und damit dem Angreifer einen heftigen Schmerz zu verursachen. Das war erfolgreich!
Nachher bekam ich lauter dummes Zeug zu hören, ich hätte einen Eimer Wasser darübergießen sollen, mit Pfefferspray sprühen sollen u.s.w. Anscheinend ist es anderswo üblich, daß man überall in der Wohnung einen Eimer Wasser herumstehen hat.
Die von der Dame erstattete Anzeige war ziemlich rabiat gehalten, so daß ich mir vorsichtshalber einen RA genommen habe. Trotz zum Glück erwiesener Unschuld (trotz des Gefasels von sog. SachVerständigen) kostet mich der RA ein schönes Geld. Da muß die HundeKasse eben bluten! Danke an die Spender!
Das sollte sich einer, der eine TierPension eröffnen will, schon reiflich überlegen.
Wir jedenfalls sind etwas schlauer geworden und achten in Zukunft um so stärker darauf, daß die Harmonie erhalten bleibt.
Wenn ein unverzogener Welpe über einen kleineren, schwächlichen Hund herfällt, ist das eine CharakterSache! Und wenn ein “SachVerständiger” zum Testen einen großen Hund mitbringt, ist das eine Dummheit. Zu unserem Glück war ein ähnlicher Fall in den Nürnberger Nachrichten veröffentlicht worden, wo sich SachVerständige auch lächerlich gemacht haben.
Wenn man wenigstens bei der Prüfung zur HundeHaltung ein paar Tips bekommen hätte, wäre alles harmlos verlaufen. Inzwischen weiß ich von einer TierÄrztin, daß man den Angreifer kräftig an den Genitalien packen muß. Klingt eigentlich ganz vernünftig!

-105- Grubcio! . . Ende gut, alles gut!

11. August 2008

Es ist ein schönes Gefühl, wenn man nach einiger Zeit sieht, wie sich ein verwahrloster Schäferhund aus einer Tötungsstation in Polen gemausert und sich bei netten Leuten eingelebt hat. Das ist fast wörtlich zu nehmen, denn wir haben ihn erst einmal total abscheren lassen. Darunter kam eine handtellergroße offene Schwäre (altdt. offene Wunde) zum VorSchein. So wie ein Vogel in der Mauser ein neues FederKleid bekommt, so hat Grubcio darüber ein schönes neues weiches Fell bekommen.
Wenn man die Bilder so sieht, ist es fast unvorstellbar, daß ein ZwischenWirt ihn wegen angeblicher UnVerträglichkeit mit Katzen wieder zurückgegeben hat.


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-104- Meine Beichte

30. Juli 2008

Beitrag vom 30.09.2007, 13:18 Uhr

Um den folgenden Beitrag richtig verstehen zu können, muß man wissen, daß ich oft in arabischen Ländern gearbeitet habe und dort gelernt habe, daß Gastfreundschaft ein sehr hohes Gut ist. Jetzt hatten wir Spike, einen Welpen als Gast, der eigentlich eher ein Wolf war.
Er hat uns alle fast in den Wahnsinn getrieben.
Da mußten Schuhe “ummodelliert” werden, das Wurstbrot wurde uns aus dem Mund gerissen kurz nachdem er sein Futter verschmäht hatte, die holzfurnierten Türen waren nicht “rustikal” genug, eine Wasserschüssel war zu dicht (-> drei Liter Wasser in der Diele), selbst eine Tischkerze hatte nicht ganz die richtige Form usw usw.
Kurzum, alles wurde demoliert.
Statt mit den anderen zu spielen, hat er ihnen nur in die Beine gezwickt.
Nachdem ich seine Wasserschüssel wie ein Puzzle wieder zusammen geklebt hatte und zu meiner Erleichterung nichts fehlte, brauchte ich wenigstens keine Angst mehr zu haben, daß ein Plastiksplitter den Darm vom Spike aufschlitzt.
Schweren Herzens ließ ich den Hund/Wolf wieder abholen und dabei hat er mir eine Lehre erteilt und ich mußte meine Meinung ändern. Er hat uns nämlich deutlich gezeigt, wie gern er doch bei uns geblieben wäre und war total verstört, daß wir ihm das Gastrecht verweigert haben.

Spike, wenn Du wieder zu uns kommst, werden wir versuchen, Dich besser zu verstehen und wir werden schon miteinander klarkommen.
Ich stelle mir dann einfach vor, Du gehörst zu den Amischen (pfälzisch/amerik. Religionsgemeinschaft) wo die Kinder in der sog. “Rumhüpfa” - Zeit sich wortwörtlich alles erlauben dürfen. Aber nachher wird gefolgt!
Spike, schau zu, daß Du Herrchen bekommst, die Dich gleich richtig verstehen.
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Der kleine graue Wolf

-103- Sam - der Lebenskünstler

30. Juli 2008

Beitrag vom 24.09.2007, 11:34 Uhr

Wir hatten einen Findlings-Hund bei uns, der in Portugal ein Vorderbein verloren hat. Wie auch immer. Die Lebensfreude dieses Tieres war richtig ansteckend. Er ist den anderen hinterhergerast wie ein Vierbeiner und hat es als einziger geschafft, an einer Natursteinmauer hochzuklettern. Als Rüde wollte er standesgemäß zum Pinkeln sein Hinterbein heben. Lange hat das Balancieren nie gewirkt und dann ist er umgefallen.

Und jetzt kommt wieder eine Quizfrage:
Was macht ein schlauer dreibeiniger Hund in so einem Fall?

Antwort:
Er sucht sich einen Baum, an den er sich beim Pinkeln anlehnen kann!

Von jetzt an darf mich jeder einen blöden Hund nennen, vielleicht ist ja der andere der Blöde.
Inzwischen hat Sam ein liebes Zuhause im Rheinland gefunden.

Dem, der mit dem Schicksal hadert und deprimiert ist, soll die folgende Story Trost spenden und ich möchte Lao-Tse zitieren:
“Unlängst war ich verärgert, weil ich keine passenden Schuhe für meine Füße fand. Bis ich jemanden traf, der gar keine Füße hatte . . . . ”
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Sam mit seinen Grazien

-102- Wat den eenen sin Uhl . . . . .

27. Juli 2008

Ich mußte mir wieder einmal sagen lassen, was ich doch für eine Pflaume bin. Hier hat man ja nicht sich und seine Probleme zu äußern, sonst wäre man ja ein Extrovertierter (muß was ganz Schlimmes sein). Warum ist man nur in diesem Land in manchen Dingen so sch…zurückhaltend? Während es hier ein Verbrechen ist, über sein Gehalt zu reden, drucken die Ami das auf ihre VisitenKarte. Oder während es hier fast toteswürdig ist, die Mitgliedschaft in einer FL zu erwähnen, schreiben die Ami den Namen ihrer Loge stolz auf ihr Auto. So, damit man sich die Mäuler zerreißen kann, folgende Story:
Bei uns war Ramses, ein lieber kleiner Malteser, der mich sofort als BezugsPerson auserkoren hat. Aber wie! Selbst im scheinbar tiefsten Schlaf war ständig ein Auge auf mich gerichtet. Und wehe wenn ich mich einen Meter bewegt habe, war er sofort dabei. Sein Geschrei innen, wenn ich einmal kurz außer Haus war, war selbst außen kaum auszuhalten. Das größte Problem war, abends schnell genug ins Bett zu kommen, damit ich einen guten Platz hatte. Man kann es nicht glauben, aber die ganze Nacht lag er reglos neben meinem Hals. Wenn er früh sein Geschäft machen mußte, hat er mich geweckt. Und wie? So jetzt kommt´s: Er hat mich wachgeküßt, indem er mir sein kleines, spitzes Züngchen zwischen die Lippen geschoben hat. Vielleicht ist diese meine tolerante Einstellung der Grund dafür, warum ich keinerlei Allergien habe.
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Ramses, auf dem Chef sein Bauch (siehe der Dativ ist dem Genitiv sein Tod)